Das OHG - eine MINT-Schule

Was ist MINT?

M =  Mathematik

I =  Informatik

N =  Naturwissenschaften

T =  Technik

Das OHG ist seit 2001 MINT-Excellence-Center, eine Auszeichnung, die die Siemens-Stiftung an Schulen vergibt, die sich in herausragender Weise mathematisch-naturwissenschaftlich engagieren. Der MINT-EC-Status muss in einem anspruchsvollen Verfahren alle zwei Jahre erneut zertifiziert werden.

Welche MINT-Aktivitäten gibt es am OHG?

Mathematisch-naturwissenschaftliches Profil

Viele Schülerinnen und Schüler können beim Wechseln ans Gymnasium noch nicht abschätzen, ob eine Schwerpunktbildung im naturwissenschaftlichen Bereich das Richtige für sie ist. Deshalb gibt es am OHG keine festen mathematisch-naturwissenschaftliche Klassen, sondern ein mathematisch-naturwissenschaftliches Profil.

Im mathematisch-naturwissenschaftlichen (math.-nat.) Profil haben die Schüler in den Klassenstufen 8-10 (für G8: in den Klassenstufen 7-9) bis zu vier Wochenstunden Unterricht im Wahlpflichtbereich (WPU) im naturwissenschaftlichen Bereich. In den WPU-Kursen bestehen besonders gute Möglichkeiten zum fächerübergreifenden, projektorientierten und selbstentdeckendem Lernen. Nach Jahrgang 8 besteht noch die Möglichkeit, aus dem math.-nat. Profil heraus oder aus einem anderen Profil hinein ins math.-nat. Profil zu wechseln. Dies bietet größtmögliche Flexibilität und Offenheit.

Vorbereitet wird die Entscheidung für das Profil in den darunter liegenden Jahrgangsstufen. In der 5. und 6. Klasse haben wir am OHG die Fächer Biologie, Chemie und Physik in einem integrierten Fach "Naturwissenschaften" zusammengefasst, in dem besonders die gemeinsamen Methoden der Naturwissenschaften erarbeitet werden. Hier findet also "naturwissenschaftliche Grundbildung" statt. Daneben gibt es eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften für die Klassenstufen 5 - 7 im Rahmen des Ganztagsangebots, etwa die Naturforscher-AG.

Ein besonders intensives Arbeiten ist im WPU-Kurs für naturwissenschaftlich besonders begabte oder interessierte Schüler möglich. Hier werden die Schülerinnen und Schüler auf die Teilnahme an naturwissenschaftlichen Wettbewerben vorbereitet. Das OHG hat in den letzten Jahren viele erfolgreiche Teilnehmer bei „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ hervorgebracht.

In der Sekundarstufe II können am OHG alle Naturwissenschaften als Prüfungskurse gewählt werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, seine Facharbeit mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt anzufertigen, wobei die Vielzahl an Kooperationspartnern viele Möglichkeiten bietet.

Gymnasiasten unterrichten Grundschüler

Seit 2006 leiten OHG-Schüleinnen und Schüler der Klassenstufen 5-7 Grundschüler aus der Stadt und dem Kreis bei einfachen physikalischen und chemischen Experimenten an. So kommen schon Viertklässler mit Naturwissenschaften in Berührung und unsere Gymnasiasten können ihre Fähigkeiten als „Lehrer“ unter Beweis stellen. 

Mathematisch-naturwissenschaftliche Wettbewerbe

Schülerinnen und Schüler des OHG nehmen regelmäßig an naturwissenschaftlichen und technischen Wettbewerben teil und haben schöne Erfolge zu verzeichnen. Dazu gehört die Teilnahme am Känguru-Mathematik-Wettbewerb, an Jugend präsentiert, Jugend forscht/Schüler experimentieren, der Biologie-, Chemie oder Junior Science - Olympiade.

Im WPU-Kurs für mathematisch-naturwissenschaftlich besonders begabte oder interessierte Schülerinnen und Schüler wird die Teilnahme an einem Wettbewerb vorbereitet.

Regelmäßig kann das OHG Schülerinnen und Schülern der Kursstufe die Teilnahme an der Schüler-Ingenieur-Akademie der Stiftung NiedersachsenMetall ermöglichen.

Kooperationspartner aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich

Es bestehen enge Kontakte zu einer Vielzahl an Kooperationspartnern aus dem naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich und regelmäßig werden Projekte mit diesen Partnern durchgeführt. Dazu zählt die Fakultät für Chemie der Georg-August-Universität Göttingen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und das Laserlaboratorium Göttingen, der Lehrmittelhersteller Phywe sowie der Aluminium verarbeitende Betrieb Novelis.

MINT-Aktivitäten 2017

Ein physikalischer Adventskalender (09.11.2017)

Jeden Tag ein Experiment - Der physikalische Adventskalender

(im) Wie in jedem Jahr bietet auch 2017 die Universität Göttingen zusammen mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft einen physikalischen Adventskalender an. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5-10 finden dort einfache Experimente, die zuhause gemacht werden können. Aber auch Erwachsene werden ihren Spaß daran haben. Es genügt eine Registrierung unter "www.physik-im-advent.de".

 

GT vom 04.11.2017 in besserer Qualität lesen

Astro-AG: Achtmal in Action (06.11.2017)

Pasta und Pizza, Planspiele und Planetenforschung

Aktiver als so manche Nova: In den zweiten Oktoberhälfte war die Astro-AG laufend auf Achse – mal alle zusammen, mal als Delegation derer, die schon alle Hausaufgaben für den nächsten Tag erledigt hatten.

 

Los ging’s am Samstag dem 14. mit einem Berg Spaghetti und einer Rückschau: Unter Mathildes Leitung hatte die AG zum Abschluss-Event der Cassini-Mission am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) <Link: www.mps.mpg.de/goodbye-cassini> geworben und ein umfangreiches Rahmenprogramm <Link: www.ohg.goe.ni.schule.de/index.php/archiv-leser/astro-ag-live-vom-saturn.html> organisiert. 250 Besucher, darunter mehr als 150 Schülerinnen und Schüler von OHG und FKG, hatten live die letzten Minuten der spektakulär erfolgreichen Saturn-Mission verfolgt. (Vielen Dank an alle Interessierten und für die breite Unterstützung!)

Cassini-Event-Rahmenprogramm: Planetenmodelle mal anders>

Danach ging’s in Arbeitsgruppen weiter: Während die einen über einem Preisrätsel zu relativistischen Effekten bei Gravitationslinsen brüteten, arbieteten andere sich in die Dynamik enger Doppelsternsysteme ein und planten schon für neue Aktionen.

2018 kommt der Mars der Erde so nahe wie seit langem nicht – und die Wissenschaftler der Erde werden sich mit einem Sonden-Besuch bedanken (Quelle: ESA/Hubble)>

Das Jahr 2018 wird im Zeichen des Mars stehen: Der Rote Planet wird im Sommer der Erde so nahe kommen wie seit 2003 nicht mehr – und sehr gut zu beobachten sein. Auch die Profis wissen das zu schätzen: Die NASA bereitet mit Hilfe des Göttinger MPS die Landung des Mars-Roboters INSIGHT vor – vorraussichtlich für den späten November 2018. Bis dahin wollen wir viel “Marsianisches” auf die Beine stellen.

Astro-AG mit Maskottchen Tim (blau) und (teils) hochwissenschaftlichem Zubehör>

 

Noch steht Mars allerdings in “Konjunktion”, das heißt: von der Erde aus gesehen fast “hinter” der Sonne. Bei der abschließenden nächtlichen Beobachtung war dieser Planet dann schon lange unter dem Horizont verschwunden. Immerhin war der Göttinger Sternenhimmel sehr klar, die Sternbilder Fische und Orion schnell gefunden – leider blieb Uranus trotz Teleskop für uns zu kamerascheu.

Am Sonntag lud der wieder gesundete AG-Leiter Herr Rauch dann zu Pizza und Planspiel: Gemeinsam versetzten wir uns in die Rollen eines Teams von Wissenschaftlern, die eine geologische Anomalie untersuchen wollten – und unversehens auf die geheimnisvollen, verwitterten Ruinen einer alten Stadt stießen… Fhtagn, koordiniertes Zusammenarbeiten unter Zeitdruck ist gar nicht so einfach! (APR)


Der Sonne entgegen...

Die Parker Solar Probe wird der Sonne viel näher kommen als irgendein bisheriger Satellit (Quelle: NASA / JPL)>

Wir von der Astronomie-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums und des Felix-Klein-Gymnasiums haben dann am Dienstag dem Vortrag über die “Parker Solar Probe”, aus der Reihe der Vorträge “Faszinierendes Weltall” der FPG beigewohnt.

In dem Vortrag ging es um eine Raumsonde, welche so nah an der Sonne durch die Sonnenatmosphäre fliegen wird, wie es keine andere Sonde vor ihr tat (6 Millionen Kilometer nah). So nah an der Sonn herrschen Temperaturen von 1400° C, welche auf ein so genanntes Hitzeschild treffen. Durch dieses Schild kann der Rest der Sonde bei einer Temperatur von 25° C arbeiten und hoffentlich aufschlussreiche Daten über unsere Sonne sammeln. Jedoch wird die Parker solar Probe die Sonne nicht komplett umfliegen, sie wird durch ihre Nähe zur Sonne so stark von deren Gravitationsfeld beeinflusst, dass sie nach ungefähr einer halben Umrundung die Sonnenatmosphäre verlässt, sich von dieser weg bewegt und von der Venus abgebremst werden muss.

Die Parker Solar Probe wird voraussichtlich im Zeitraum zwischen dem 31 Juli und dem 19 August in Amerika in Florida gestartet werde und dabei auch etwas aus Göttingen an Bord haben. In Göttingen wurden Testreihen zum Material aus welchem die Glasscheibe der optischen Kamera, welche zur Beobachtung des Sonnenwindes dient, gemacht, und das für die Mission am besten geeignete ausgewählt. (MP)

Der geplante Kurs der Sonnensonde (Quelle: NASA / JPL)>

Am Donnerstag Nachmittag gab’s dann die erste reguläre AG-Sitzung nach den Herbstferien: Themen waren Mars (und Gummibärchen), die nächsten Vorträge und eine neue Präsentation unserer AG-Aktivitäten sowie unserer Doppelstern-Forschungsergebnisse. (Aber hauptsächlich Gummibärchen.)

 

Astrophysik und Philosophie

Jedes Jahr wieder gibt es eine Zeit, in der in Göttingen Vorträge über alle möglichen Themen von Literatur über Philosophie bis hin zu Astrophysik gehalten werden und wir uns intensiver mit vielem beschäftigen: Diese Zeit ist der Literaturherbst.

Daher unternahm die Astronomie AG am Donnerstag den 19.10.2017 eine Exkursion zum Literaturherbst-Vortrag „Das Universum und Ich“ von Sibylle Anderl. Das Thema des Vortrages war die interdisziplinäre Vereinigung von Astrophysik und Philosophie, um elementare Fragen der Wissenschaftstheorie und ihre Bedeutung für uns Menschen zu formulieren und zu versuchen, sie zu beantworten. Besonders beschäftigt hat sie die Astrophysik, die in dem Sinne keine Experimente sondern nur Beobachtungen von dynamischen Systemen durchführen kann, ähnlich wie die Geschichtswissenschaft. Handelt es sich deshalb um eine „besondere“ Naturwissenschaft? In diesen Ausführungen nahm Sibylle Anderl Bezug auf Theorien von Thomas Kuhn und Ian Hacking, bevor sie zum ausgleichenden Urteil kam: Ja, die Astrophysik arbeitet schon etwas anders, ist aber deshalb nicht weniger zuverlässig als die anderen Naturwissenschaften auch. (TH)

 

Relativistischer Freitag

 

Auch am nächsten Abend kam in der Paulinerkirche die Wissenschaftstheorie Thomas Kuhns zur Sprache: Lange Zeit betrieben Wissenschaftler ein Alltagsgeschäft, bei dem Daten gesammelt, Versuche erfunden und eine allgemein akzeptierte Theorie immer weiter verfeinert wird. Nach und nach häufen sich aber Probleme an, also Entdeckungen, die im Rahmen der akzeptierten Theorien nicht erklärt werden können. Dann kommt jemand mit einer neuen Theorie an, die revolutionär anders ist, aber auch die neuen Entdeckungen erklären kann – und die dann schnell die alten Theorien verdrängt. Einsteins Relativitätstheorie sei dafür ein gutes Beispiel, meinte Kuhn.

Einstein, aber mehr als nur Einstein: Prof. Jürgen Renn (3. von links) umgeben von Astro-AG-lern>

Nicht so eilig, hielt der Physiker und Historiker Jürgen Renn dagegen. Er hat anhand von Originalunterlagen und anderen historischen Dokumenten rekonstruiert, wie Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie entwickelt und verfeinert hat. Diese Theorie erklärt die Gravitation als “Krümmung des Raumes”, und sie sagt solche Dinge wie Schwarze Löcher und Gravitationswellen voraus (für den Nachweis letzterer gab’s dieses Jahr den Nobelpreis für Physik). Aber das war sehr lange Zeit strittig – Einstein selbst war sich noch 40 Jahre nach der Veröffentlichung seiner Theorie nicht sicher, ob es Gravitationswellen wirklich geben müsste.

Auf der Solvay-Konferenz von 1927: 17 der 29 Teilnehmer hatten oder bekamen später den Nobelpreis; viele von ihnen hatten auch zur Relativitätstheorie beigetragen (Quelle: B. Couprie / Wiki Commons)>

 

Die Relativitätstheorie entstand also keineswegs fix und fertig als Geistesblitz eines einzelnen Genies: Einstein hatte lange Jahre immer wieder neue Ansätze durchprobiert und sich mit anderen Physikern und Mathematikern ausgetauscht, bis er seine Theorien veröffentlichte. Immer wieder steuerten dann Menschen aus aller Welt überraschende Einsichten ein – der Göttinger Astronom Schwarzschild etwa kaum auf die Idee mit den Schwarzen Löchern, der Franzose Lemaître auf das sich ausdehnende Universum. Komplex, wendungsreich, immer wieder mit Überraschungen gespickt – Renns spannender Vortrag brachte uns eine Forschungsgeschichte nahe, die (anders als Kuhn meinte) noch keinesfalls abgeschlossen ist.

“… mit Bewunderung für Euren Elan und herzlichen Wünschen...”>

Und natürlich nutzen wir reichlich seine Bereitschaft, uns nach dem Vortrag noch Bücher zu signierungen und Fragen zu beantworten. (APR)

Der südliche Sternenhimmel – wie wir ihn in der Nähe des Großteleskops der Göttinger Uni aus sähen (Quelle: M. Biddulph / Wikipedia)>

Forschen wie die Profis – Forschen mit den Profis

Am nächsten Mittwoch fand mittags ein Treffen mit Prof. Frederic Hessman von der Uni Göttingen statt. Dieses war insofern wichtig, dass wir mit Hessmans Unterstützung ein in Südafrika befindliches, fernsteuerbares Großteleskop benutzen können, um an unserem Doppelstern-Projekt zu arbeiten. Also stellte Daniel in einer Präsentation unsere AG vor. Er erzählte, wie sie nach der Entdeckung des Doppelsternsystems im Rahmen des Herausforderungsprojektes 2016 entstanden ist, wofür wir das Teleskop gebrauchen können, und was die Ziele unserer AG sind.
Danach brachte uns Professor Hessman ein paar der umfangreichen Methoden und Phänomene nahe, die er in diesem Bereich kennt. So hat er uns beispielsweise erklärt,

- wie man die Daten von Lichtkurven beobachteter Sterne durch die Einteilung in Phasen präziser auswertet,

- wie Eklipsen, also das Phänomen bei dem wir Halb- oder Sichelmonde sehen, zustande kommen,

- und wie es zur optischen Illusion eines Doppelsternes kommen kann, indem zwei Sterne sehr nahe aneinander beobachtet werden ohne, dass sie einen Gravitationseinfluss aufeinander haben.

Das sind Werkzeuge, die wir dazu nutzen werden, unser Doppelsternsystem unter ganz neuen Gesichtspunkten zu untersuchen – um danach mit Prof. Hessmans Hilfe auch das Großteleskop für hoffentlich noch genauere und aktuellere Beobachtungen zu nutzen.
Doch bis dahin möchten wir uns ganz herzlich bei ihm für die Zeit, die er sich genommen hat um uns zu unterstützen bedanken und hoffen, dass wir bei unserem nächsten Treffen zeigen können, was wir mit seiner Hilfe geschafft haben!

Rückblick auf einen Uni-Besuch im September: Das neueste Großteleskop der ESA steht in der Göttinger Astrophysik schon als Modell – aus Lego>

 

Wie findet man bewohnbare Planeten?

 

Am Mittwoch 25.10. waren wir mit Teilen der Astronomie AG auch abends wieder mal an der Universität Göttingen. Im Institut für Astrophysik hörten wir uns einen sehr interessanten Vortrag von Dr. Philipp Huke an. Es ging dabei darum, wie bewohnbare Planeten entdeckt werden können.

Damit Leben wie auf der Erde möglich ist, muss ein Planet über eine Atmosphäre, ausreichend Wärme und flüssiges Wasser besitzen. Wie die Erde auch, muss sich für letztere der Planet in der habitablen Zone befinden. Die habitable Zone ist die Zone um einen Stern (z.B. unsere Sonne), in der Wasser flüssig ist. Dabei gilt, je heißer der Stern, desto weiter außen liegt die habitable Zone.

 

Lange Versuchsreihen der Stiftung Astro-AG ergaben: Gute Vorträge werden noch besser aufgenommen, wenn man auf eine solider Pizzagrundlage, errr, Fachkenntnisgrundlage aufbauen kann>

 

Um eine Atmosphäre besitzen zu können, muss die Gravitation des Plantet stark genug sein, um die Moleküle derer anzuziehen. Ein Beispiel ist Mars. Der Mars hatte mal eine Atmosphäre und man vermutet auch Wasser, nur ist seine Gravitationskraft so gering, dass er seine Atmosphäre nicht halten konnte. (Die Details sind etwas komplizierter und noch interessanter – mehr dazu kann man in unseren AG-Stunden erfahren!)

 

Nur innerhalb einer schmalen Zone um einen Stern ist Leben wie auf der Erde möglich (Darstellung nach NASA)>

 

Nur, wie findet man solche Planeten? Die Antwort ist ganz simpel. Man schaut um sich. Da solche Beobachtungen für das menschliche Auge unmöglich sind, werden Teleskope benutzt. Durch verschiedenste Lichtkurven, oder die Bestimmung der Radialgeschwindigkeit, können Rückschlüsse darauf gezogen werden, was gesehen wurde. (MW)

 

Auch schon Tradition: Nach einem Uni-Vortrag wagt Noah einen Blick durchs Teleskop auf den Göttinger Nachthimmel >

 

… und weiter geht’s jeden Donnerstag ab 15:15 in Raum D-20 – Gäste und weitere Neugierige sind stets willkommen!

 

Berichte und Bilder von Mathilde Witt, Bogdan Rerich, Dr. Andreas P Rauch, Marten Pretorius, Thomas Hamelin (alle bis auf einen: Q1), zusätzliche Bilder von Noah Kirchhoff (9D), Matt Biddulph und Benjamin Couprie (via Wikipedia), und NASA/JPL

Astro-AG live vom Saturn (17.09.2017)

NASA, ESA, Max-Planck-Gesellschaft und die Astro-AG präsentieren...

Die Cassini-Sonde im Orbit von Saturn (künstlerische Darstellung, NASA/JPL)

Es kommt nicht alle Tage vor, dass das OHG an Ereignissen mitwirkt, die es auf die Titelseite der New York Times und ins Fernsehen (Film-Beitrag des NDR)  bringen - aber am Freitag dem 15.09.2017 war es soweit: Fast auf den Tag genau nach 20 Jahren fand die Cassini-Mission zum Saturn ihren Abschluss. Seit sie 2004 den "Herrn der Ringe" erreicht hat, hat die unbemannte Sonde den Gasriesen, sein Ringsystem und seine vielen Monde erforscht.

Dabei gab es zahlreiche Entdeckungen: Nicht nur, dass die Cassini-Wissenschaftler zahlreiche neue Monde gefunden haben. Der kleine Eismond Enceladus misst von Pol zu Pol zwar nur 1/25 der Erde und sollte kaum mehr als ein erstarrter Schneeball sein. Enceladus Geysire sprühen aber überraschenderweise Wasser bis weit ins All und sorgen so für stetigen Nachschub für Saturns E-Ring. Das Wasser kommt aus einem unterirdischen - oder besser: unter-mondischen - Ozean, der wohl deutlich mehr Wasser umfasst als alle Meere der Erde zusammen. Cassini konnte im Enceladus-Wasser sogar zahlreiche Kohlenstoff-Verbindungen nachweisen - was bedeutet, dass in Enceladus' Ozean Leben entstehen oder schon entstanden sein könnte.

Der eisige Saturnmond Enceladus - ein möglicher Ort für Leben? (künstlerische Darstellung, NASA/JPL)

Und das führt zu einem Problem: An Bord von Cassini wurde der Treibstoff knapp. Hätte man sie einfach treiben lassen, wäre sie im Schwerefeld von Saturn und seinen über 50 Monden vielleicht irgendwann auf Enceladus gelenkt worden - und hätte sich dank glühend heißer Heizelemente irgendwann durch die dutzende Kilometer dicke Eisschicht durchgeschmolzen. Und so unglaublich es klingt: Es gibt Lebewesen auf der Erde, die 20 Jahre Vakuum, Strahlung und völliges Fehlen von Wasser und Nahrung locker wegstecken - wie etwa die "Bärtierchen" und viele Mikroben.

Das Bärtierchen "Tim" ist das Maskottchen der Astro-AG - und war der heimliche Star am Stand. Seine echten Kollegen sind um die 0,5 mm groß und können selbst 20 Jahre ungeschützt im Weltall überstehen.

Schweren Herzens entschlossen sich die Wissenschaftler von NASA und ESA daher, die Sonde kontrolliert in die Atmosphäre vom Saturn stürzen zu lassen. Aber nicht einfach nur so: Das Göttinger  Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), das selbst einige Instrumente für die Saturn-Mission gebaut hatte, lud zu einer großen Abschiedsfeier. Während die Profis für eine Standleitung für Vorträge und eine Standleitung zum NASA-Kontrollzentrum sorgten, stellte die gemeinsame Astro-AG des Otto-Hahn-Gymnasium und des Felix-Klein-Gymnasiums unter Mathilde Witts Leitung ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine - und warb mit viel Enthusiasmus an allen Göttinger Gymnasien für dieses einmalige Ereignis. 

Rappelvoll: Gut 250 Besucher verfolgten im MPS die letzten Minuten der Cassini-Mission

Besonders vom OHG war der Andrang groß: Viele Lehrer hatten kurzerhand gleich ihre Physikkurse mitgenommen, aber auch viele andere OHG-ler aus Mittel- und Oberstufe waren auf eigene Faust vorbeigekommen. Gespannt verfolgte man die letzten Minuten auf der Leinwandprojektion - Cassinis Auftreffen auf die Stratosphere - dann den Signalabbruch, als Cassini ins Trudeln gerät - ein Techniker und eine Wissenschaftlerin, die sich im NASA-Kontrollzentrum mit Tränen in den Augen in die Arme fallen. Nach seiner langen Reise und bahnbrechenden Forschungen ist Cassini jetzt für alle Zeiten ein Teil des Saturns geworden.

Eigentlich war das schon 80 Minuten vorher passiert: So lange hatten die Signale von Cassini gebraucht, um die rund 1500 Millionen Kilometer bis zur Erde zurückzulegen - zehnmal mehr als die Entfernung von der Sonne zur Erde. Auf die Entfernung darf nichts schiefgehen - hinfliegen und etwas reparieren wäre unmöglich. Trotzdem hat die Sonde zwei Jahrzehnte ununterbrochen bahnbrechende Forschungsdaten geliefert - entsprechend groß viel dann auch der Applaus der Besucher aus.
 
Vor dem großen Besuchersturm: Dieser Astro-AG-Stand erstreckt sich über die gesamte Entfernung zwischen Erde (links) und Sonne (rechts) - in der Wirklichkeit 149,6 Millionen km. Bis zum Saturn und damit zu Cassini ist es zehnmal so weit.
 
Wer mehr wissen wollte, konnte sich jetzt im mobilen Planetarium der FPG  einiges über das Sonnensystem erklären lassen - oder halt zu den beiden Ständen der Astro-AG kommen. Am einen gab es leckere selbstgebackene Astro-Kuchen - die natürlich weggingen wie fixsternwarme Semmeln.

Am zweiten Stand informierte die Astro-AG über ihre Arbeit der letzten anderthalb Jahre: Von den ersten Anfängen als Herausforderungs-Projekt über die Entdeckung eines spektakulären Kontakt-Doppelsternsystems bis hin zu unseren Beobachtungs-Nächten, den Wettbewerbs-Teilnahmen, den zahlreichen Vortrags-Besuchen und dem Einarbeiten in die Allgemeine Relativitätstheorie in der Hildesheimer Raum-Zeit-Werkstatt. Wer wollte, konnte auch sein Geschick und physikalisches Verständnis bei der Super-Planet-Crash-Simulation unter Beweis stellen, seinen eigenen Saturn-Mond gestalten und mit nach Hause nehmen, in der mitgebrachten Auswahl an Fach- und Sach-Büchern der AG-ler herumschmökern - oder Tim, unser Bärchtierchen-Maskottchen kennenlernen.

Vor und nach den Vorträgen informierten sich die Besucher am Stand über die vielen Aktivitäten der Astro-AG

Viele Besucher stellten aber auch gleich ihre neuerworbenen Kenntnisse unter Beweis, indem sie sich am Preisrätsel der AG beteiligten. Neben "Starmix"-Süßigkeiten gab es private Führungen durchs MPS zu gewinnen - und als Hauptpreis einen Medien-Gutschein - natürlich gestifttet von der Firma Saturn. (Herzlichen Dank!}

Ohne Preis keinen Fleiß: MPS-Wissenschaftlerin Dr. Krummheuer (2. von links) zieht gleich die 3 Gewinner des Astro-AG-Preisrätsels

Als Glücksfee zog die MPS-Wissenschaftlerin Dr. Birgit Krummheuer noch als Abschluss des Tages öffentlich die Hauptgewinnerin - und auch die beiden Glückspilze, die demnächst ihren ganz persönlichen Einblick in das Göttinger Max-Planck-Institut nehmen werden!

Die Astro-AG möchte sich beim MPS und besonders bei Birgit Krummheuer für die großartige Kooperation bedanken. Besonders danken wir auch dafür, dass wir uns einmal für die vielen tollen Vorträge und die vielfältige sonstige Unterstützung im letzten Jahr erkenntlich zeigen durfen!

Bilder, Text und Weltraumkuchen: Noah Kirchhoff (9D), Mathilde Witt (Q1) und die Astro-AG

Erfolgreich beim Chemiewettbewerb (06.09.2017)

Neugierig sein lohnt sich

Im März 2017 nahmen vier Schülerinnen und Schüler an dem Niedersächsischen Experimentalwettbewerb Das ist Chemie teil. Im Rahmen der Chemie-AG experimentierten sie zum Thema Tee und Kakao – Chemie beliebter Getränke und lösten dabei verschiedene Probleme bei der Suche nach einem Eisteerezept.

Nina Alina Sander (6 E) und Liza Amelie Schleinitz (6 E) nahmen sehr erfolgreich teil und erhielten einen Sach-/Geldpreis. Die Arbeiten von Juan Nunez (6 A) und Rayan Zaghal (6 A) wurden mit einer Urkunde für erfolgreiche Teilnahme prämiert.

Zweiter Preis im Solarcup (05.09.2017)

Zweiter Preis für das OHG-Team im Göttinger Solar Cup

(bt.) Bela Deutsch (9e), Johannes Heinemeier und Frederic Schnittkowski (beide 9b) sowie Robert Gleber und Leon Susnija (beide 9e) haben für das OHG erfolgreich am diesjährigen Solar Cup teilgenommen. Der Wettbewerb fand bereits vor den Sommerferien statt, als die fünf noch in den 8. Jahrgang gingen. Das von Herrn Mie betreute Team freute sich über einen hervorragenden zweiten Platz – Glückwunsch!

 

GT vom 24.08.2017

Mongolei-Austausch - ein Nachhaltigkeitsprojekt (22.08.2017)

Mongolei-Austausch - ein Nachhaltigkeitsprojekt

(im.) Das Mongoleiaustausch-Projekt des OHG wurde in der Sommerausgabe der Zeitschrift "austausch bildet" des Programms "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) der Kultusministerkonferenz als Musterbeispiel zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" vorgestellt. Die Bonner Journalistin Iris Ollech hat viele Telefongespräche und Skype-Interviews mit den beteiligten Lehrern und Schülern geführt und stellt in einem einfühlsamen Bericht die Besonderheiten des Umweltbildungs-Projekts Mongolei-Austausch dar.

Zur besseren Lesbarkeit als pdf

 

Zwei spezielle Astrophysik-Veranstaltungen im Juni (22.06.2017)

Der Herr der Ringe und Albert Einsteins berühmte Relativitätstheorie

Im Juni ist die Astronomie-AG gleich zu zwei speziellen Astrophysik-Veranstaltungen in einer Woche gegangen.

Der Herr der Ringe

Am Montag waren wir am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Dazu kam Dr. Frank Spahn, der extra aus Potsdam angereist ist, und präsentierte uns mit Enthusiasmus seine Arbeit.

Hast du dich schon mal gefragt, wie der Ring des Saturns entstanden ist? Dr. Spahn und seine Kollegen taten dies. Es existieren zwei Theorien. Die Erste besagt, dass der Ring ein Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems ist. Dann dürfte der Ring im Durchschnitt nicht mehr als 100 Meter hoch sein. Die zweite Theorie besagt, dass der Ring durch einen Asteroideneinschlag entstand. In diesem Szenario müssten Objekte mit einem Durchmesser von 100 Metern bis zu einigen Kilometern (Moonlets) dort zu finden sein.

Durch die neuesten Erkenntnisse der Cassini-Sonde ist man der Antwort auf die Frage vielleicht ein bisschen näher gekommen.

Man hat Moonlets entdeckt. Diese Moonlets an sich sind aufgrund ihrer geringen Dichte nur schwer sichtbar, aber beim Einschlag eines Mondes in den Ring entstehen um den Mond herum propellerförmige Strukturen, die man gefunden hat.

Ist das der Beweis der Einschlagstheorie?

Albert Einsteins Relativitätstheorie 

Am Zeugnismittwoch haben die Astronomie-AG und die Uni-Mathe AG mit Schülern vom FKG, MPG und OHG die Hildesheimer Universität besucht. Dort angekommen haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war an beiden Stationen. Die eine für die spezielle Relativitätstheorie, die andere für die allgemeine Relativitätstheorie. Durch die kleinen Gruppen (6-7 Personen) und die sehr gut durchdachten Arbeiten mit Präsentationen und Selbstversuchen haben wir uns alle mit den Grundlagen von Einsteins Relativitätstheorie beschäftigt. Wir durften Fragen stellen und hatten viel Freude an dieser Veranstaltung im Raum-Zeit-Labor.

5 astronomische Objekte (Mars, die Milchstraße, den Kleinen Wagen, Saturn und die Sonnen-Apotheke)
5 astronomische Objekte: Mars, die Milchstraße, den Kleinen Wagen, Saturn und die Sonnen-Apotheke

 


Die Altstadt von Hildesheim, wenn man sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt

Im Anschluss haben wir noch gegrillt und uns, typisch für unsere AGs, mit Science-Fiction-Spielen unterhalten.

Der Tag war ein voller Erfolg, hat eine Menge Spaß gemacht und jetzt können auch unsere Sommerferien beginnen.

Auszeichnungen im MINT-Bereich (20.06.2017)

GT vom 20.06.2017

Wetterballon sendet Messdaten (20.06.2017)

GT vom 20.06.2017

Unterwegs zu neuen Welten: "Herr der Ringe" und "Treffen der Generationen" (08.06.2017)

Gleich zweimal war die Astronomie-AG in der letzten Woche unterwegs – und erlebte diesmal eine Überraschung: Den Vortrag "Struktur der Dunklen Materie" hielt Jan Veltmaat, der 2009 sein Abitur am Otto-Hahn-Gymnasium sein Abitur gemacht hatte. Inzwischen arbeitet der junge Astrophysiker als Doktorand an der Göttinger Universität.

Jan Veltmaat erforscht die Ursprünge und Struktur des Universums – er betreibt also Kosmologie. Und wie wir Astro-AG-ler im bis auf den letzten Platz gefüllten Vortragsraum erfuhren: Diese steht vor einem großen Rätsel – dem der "Dunklen Materie".

Praktisch alles, was es auf der Erde gibt, besteht aus nur drei Sorten von Grundbausteinen: Protonen, Neutronen und Elektronen. Physiker haben in den letzten Jahrzehnten auch noch einige hundert andere Teilchen gefunden, die aber entweder nur sehr selten vorkommen oder (wie die Neutrinos) auch in großen Mengen sehr wenig 'wiegen'.

Wenn wir nachts in den Himmel schauen, sehen wir vor allem Sterne. Diese Sterne bilden mit vielen Milliarden anderen unsere Galaxis, die "Milchstraße". Von anderen solchen Sterneninseln ist die Milchstraße durch große, fast gänzlich leere Räume getrennt – es gibt dort weniger als ein Billionstel der Teilchen, die selbst noch im besten je auf der Erde erzeugten Vakuum vorhanden sind. Die Sterne bleiben zusammen, weil sie sich gegenseitig mit ihrer Schwerkraft anziehen. Auch die Galaxien ziehen sich gegenseitig an und bilden einen Galaxienhaufen.


Quelle: "NASA/JPL"

Und hier kommt Veltmanns Forschung ins Spiel: Selbst wenn man alle Sterne, alle Planeten, alles Gas und allen Staub einer Galaxie zusammenrechnet, fehlen 85% der Masse. Die Galaxien ziehen sich zu stark an, die Sterne umlaufen das Zentrum ihrer Galaxien zu schnell – etwas ist dort, was sich durch seine Schwerkraft bemerkbar macht, aber sonst nicht zu entdecken ist. Es ist unsichtbar, es reagiert nicht chemisch oder auf Magnetfelder. Das einzige, was die Forscher sicher wissen, ist, dass diese Materie nichts ist, was wir bereits auf der Erde gefunden haben: Ansonsten tappen wir bei dieser Materie im Dunkeln – und genau deshalb heißt sie auch "Dunkle Materie".

Jan Veltmaat untersucht, ob diese Materie sich wenigstens wie Teilchen benimmt – oder wie eine Welle. Wenn sie sich wie eine Welle benimmt, sollte in einigen Teilen der Milchstraße viel mehr davon sein als in anderen – und die Sterne dort stärker anziehen. Nach dem Vortrag nutzten viele im Publikum noch die Gelegenheit zum Nachfragen und Diskutieren, während andere mit dem großen Teleskop der Uni-Sternwarte in die Weiten des Nachthimmels blickten.

Nicht weniger spannend war der Vortrag am Montag, der im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) stattfand. Dr. Norbert Krupp stellte uns mit dem "Herrn der Ringe und Monde" - dem Planeten Saturn also. Das MPS hat die letzten Jahre intensiv an der Mission "Cassini" mitgewirkt, einer Raumsonde, die Saturns Ringe und seine über 50 Monde erforscht hat. Einer der spannendsten Monde ist Enceladus: Zwar ist er kleiner als der Erdmond und hat keine nenneswerte Atmosphäre. Aber unter der viele km dicken Eisoberfläche liegen unter"irdische" Ozeane verborgen, die mehr Wasser enthalten als alle Meere der Erde. Sie werden nicht von der Sonne aufgeheizt, sondern von den Gezeitenkräften des Saturn: Der große Planeten knetet seinen Mond sozusagen, wobei der warm genug wird, damit Eis schmilzt. Ab und an bricht das heiße Wasser sogar durch die Eisoberfläche durch – und als Geysire hunderte km weit in den Weltraum.

Nach dem Vortrag ließen wir uns neben einigen Cassini-Bauteil-Prototypen auch noch ein handgefertigtes riesiges Modell von Enceladus erklären – komplett mit dampfenden Geysiren, und originalgetreu bis in die Details der zahllosen Eis-Schluchten und -Berge. Beim abschließenden Chillen im "Restaurant am Ende des Universums" (der MPS-Mensa) beschlossen wir: Die nächsten Vorträge lassen wir uns auch auf keinen Fall entgehen!

Thomas Hamelin (10m), Mario Strik (6b), Dr. Andreas P Rauch – Fotos von Mario und Jonas R.

Naturforscher-AG auf Exkursion (29.05.2017)

Auf Exkursion zum Institut für Physik

Es ist strahlender Sonnenschein am 29.05.2017 und es werden Temperaturen von über 30 Grad erwartet. Die Naturforscher-AG aus Fünftklässlern des OHG und Viertklässlern der Godehard-Schule zieht es an diesem Tag jedoch nicht ins Freibad oder an die Leine, stattdessen steht eine schon länger geplante Exkursion zur Fakultät für Physik der Universität Göttingen auf dem Plan.

So wird das Klassenzimmer für den heutigen Nachmittag gegen ein Labor im Keller der Physik getauscht, denn die Besichtigung eines Rasterelektronenmikroskops ist geplant. Nach einer kurzen Erklärung zum Aufbau des Mikroskops wurde die zu untersuchende Probe, eine vergoldete Zecke, in das Gerät eingebaut.

 

 

Dann hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Mikroskop selbst zu bedienen und verschiedene Bereiche der Zecke, wie beispielsweise die Mundwerkzeuge, genauer zu untersuchen. Dadurch konnten sie die hohe Vergrößerung und Auflösung des Mikroskops direkt erfahren und somit einen Einblick in moderne Forschungsmethoden bekommen sowie darüber hinaus natürlich auch etwas über den Aufbau einer Zecke lernen.

Insgesamt war es somit ein lohnenswerter Ausflug mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken, wodurch es mehr als verschmerzbar war, das schöne Wetter erst etwas später genießen zu können.

Abschließend sei an dieser Stelle noch einmal Christine Borchers und Volker Radisch aus der Fakultät für Physik für die Ermöglichung und Durchführung der Führung gedankt.

Arne Winkler und Hendrik Schöneich betreuen die Naturforscher-AG in diesem Schulhalbjahr im Rahmen ihres zweiten Fachpraktikums Chemie.

Astro-AG erfährt Neues aus der Wissenschaften direkt vom Uni-Experten (28.02.2017)

(RCA.) Gravitationswellen sind Wellen in Raum und Zeit, welche diese verzerren, also diese ausdehnen oder stauchen. Jegliche sich bewegende Masse löst eine solche Welle aus; je mehr Masse und Geschwindigkeit, desto stärker die Welle. So sind zum Beispiel Wellen, die von zwei fusionierenden Schwarzen Löchern verursacht werden, deutlich größer als solche, die von winzigen langsamen Objekten wie der Sonne und der Erde erzeugt werden. Mit bestimmten Vorrichtungen auf der Erde können solche “großen“ Gravitationswellen gemessen werden.

Dies war das Thema eines Vortrages, den ein angehender Astrophysiker an der Universität Göttingen am 7.November 2016 gehalten hatte. Von der Astronomie-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums hatten wir diesem Votrag beigewohnt, bei der wir mehr über die Astrophysik und die Erforschung des Weltraumes, die dazugehörige Geschichte und Entwicklung lernten.

Angefangen hatte es mit dem obig kurz zusammengefassten Vortrag, darauf folgte eine Besichtigungen des Uni-Teleskopes und ein kurzer Exkurs darüber, wie momentan in der aktuellen Astrophysik beobachtet und geforscht wird (und warum man keine vom Aussterben bedrohten Tierarten auf seinem Teleskop nesten lassen möchte). Ebenfalls konnte man auch näheres über die Funktionsweise moderner Teleskope lernen.

Darauf folgte wie üblich eine Demonstration der Sternwarte. Der Dieselmotor ratterte, die Kuppel drehte sich und man sah: Nichts. Es war zu bewölkt, um an diesem Abend um etwas beobachten zu können. Stattdessen gab es etwas aus der Geschichte der Astrophysik. Uns wurden alte Teleskope (eines sogar noch aus Holz) und andere Geräte, die in der Vergangenheit von Göttinger Forschern die unsere Erkenntnis und unser Wissen über Weltraum und Physik geprägt haben.

Marten Pretorius (10b)

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/LISA-waves.jpg

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Regionalwettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren (26.02.2017)

Regionalwettbewerb in Braunschweig Jugend forscht / Schüler experimentieren

(MAT.) Erfolgreiches Team OHG ist wieder in der Landessparkasse...

Nachdem wir letztes Jahr in Hildesheim gastierten, starteten wir in diesem Jahr mit neun Projekten in Braunschweig an altbekannter Stätte.

Bereits um 6:30 Uhr wurde der Bus u.a. mit Aquarien, Computern, Solarregenschirmen, Taschentüchern und druckfrischen Postern im Großformat (vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Funk von der Asklepios-Klinik) beladen.

Nach der Fahrt und dem Aufbau ging es um halb zehn mit den Präsentationen vor der Jury los:

Schüler experimentieren: 

  1. Arbeitswelt (Boran Karadogan, Alexander Enge)

  2. Arbeitswelt (Frederik Schittkowski, Johannes Heinemeier) - 3.Platz

  3. Arbeitswelt (Felix Funk, Philipp Herzog) - VDI Sonderpreis originellste Arbeit

  4. Technik (Bela Deutsch, Leon Susnja, Robert Gleber)

  5. Technik (Paul Möbius, Tobias, Rating)

  6. Technik (Noah Kirchhoff, Moritz Bahn)

  7. Biologie (Luise Pfeiffer, Vivian Senge)


Jugend forscht: 

  1. Technik (Nils Beinhorn, Pascal Bügle) 

  2. Arbeitswelt (Alexander Ehrling, Tim Schäfer) - 3. Platz

Siegerehrungen

Die "Streberschlacht" im Anschluss an das Mittagessen wurde eiskalt vom OHG gewonnen:
1. Platz: Felix Funk, Nils Beinhorn, Philipp Herzog, Pascal Bügle, 2. Platz: Alexander Enge, Boran Karadogan.

Und auch bei der anschließenden Siegerehrung wurden neben den oben genannten SuS die Lehrer, die das Konzept des Wettbewerbs-WPU am OHG entwickelt haben, geehrt.

Nach einem kleinen Imbiss und dem mehr oder weniger intensiven Feedback der Jury wurde abgebaut und um acht leicht erschöpft zurück gerollt. Eine tolle Erfahrung, auch wenn es ein langer Freitag war.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr...

Chancen und Gefahren der Nanotechnologie (14.02.2017)

Alles Nano – oder was?

Chemie-Kurs lernt in der Fakultät für Chemie Chancen und Gefahren der Nanotechnologie kennen

Am 25. Januar besuchte der Chemie-eW-Kurs Q2 von Herrn Irmer die Fakultät für Chemie, um sich im neu eingerichteten Fachunterrichtsraum von Prof. Thomas Waitz mit dem Thema „Nanochemie“ zu beschäftigen. Nanopartikel, also Teilchen in der Größenordnung von mehreren 10-9 Metern (Millionstel Millimeter), finden sich inzwischen nahezu überall in unserem Alltag: in Sonnencreme und anderen Kosmetik- und Hautpflegeprodukten, in Lacken und auf Kunststoffoberflächen, als Beschichtung auf Textilien, zur Veredelung von Glasoberflächen, zur Desinfektion von Operierbestecken, aber auch bei Socken, damit die Zersetzung von Schweiß unterdrückt wird. Das Projekt NanoBiNE (Nanotechnologie im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schülerinnen und Schüler durch Experimente und Sachinformation an die Chancen und Risiken der Nano-Technologie heranzuführen.

Nach einem kurzen Einführungsvortrag über den Begriff „Nano“ und das Vorkommen im Alltag standen drei Versuche im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler stellten selbst Zinkoxid-Nanopartikel, wie sie z.B. in Sonnencreme enthalten sind, herstellen und per Fluoreszenz nachweisen. Faszinierend war auch, dass eine einfache Rußschicht einen Objektträger wasserabweisend machen kann, so dass Wassertropfen einfach abperlen. Dieser „Lotus-Effekt“ durch nanoskalige Oberflächenstrukturen wird bei schmutzabweisen Oberflächen genutzt. Im letzten Versuch wurde gezeigt, wie Zinkoxid- und Silbernanopartikel die alkoholische Gärung von Zuckerlösungen durch Vergiften der Hefezellen hemmen oder gar unterbinden.

Seinen Abschluss fand der Nachmittag mit einer kleiner Podiumsdiskussion zur Frage, ob Nanopartikel in Sonnencremes verboten werden sollte. Vertreter der chemischen Industrie, der Verbraucherzentrale, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft tauschten Argumente aus, um als Gutachter einen Vertreter des Verbraucherministeriums zu beraten. Nach einer spannenden Diskussion entschied der Ministeriumsvertreter, dass es sinnvoll sei, den Einsatz von Nano-Titandioxid in Sonnencremes so lange zu verbieten, bis eindeutige Forschungsergebnisse zu den Risiken vorlägen. Die Schülerinnen und Schüler erlebten aufgrund der exzellenten Betreuung durch die Mitarbeiterinnen der Abteilung für Fachdidaktik Chemie einen intensiven Nachmittag mit neuen Kenntnissen und einem gesteigerten Problembewusstsein.

MINT-Aktivitäten 2016

Besuche an der Uni Göttingen für (Astro-) Physik (31.10.2016)
Findest du das Doppelsternsystem?

Wir, die Astro AG, waren schon mehrfach an der Uni Göttingen für (Astro-)Physik. Unter anderem waren wir bei einem Vortrag von Professor Ansgar Reiners zu dem Planet Proxima Centauri b, dem Stern Proxima Centauri und dem Doppelstern Proxima Centauri a b.

Nach dem Vortrag über den erdnächsten Exoplaneten haben wir uns mit den schon mittlerweile bekannten üblichen Verdächtigen auf dem Dach der Uni unterhalten. Dabei haben wir uns auch Sterne, Sternkonstellationen und einen Doppelstern durch das große Teleskop angeschaut. Mit bloßem Auge konnten wir die bekannten Planeten Saturn und Mars sehen.

Noch nicht mal sieben Tage später waren wir bei einem Vortrag über Karl Schwarzschild. Er ist ein berühmter verstorbener Göttinger Physiker, durch welchen die Teleskopoptik revolutioniert wurde. Anschließend konnten wir noch mehr über das Leben von Schwarzschild erfahren sowie unsere Fragen beantworten lassen. Zudem stehen in der Eingangshalle des Unigebäudes für Physik noch einige Teleskope, durch die auch noch heute geschaut werden kann.

Mathilde Witt

Landesfinale Jugend forscht/Schüler experimentieren (14.03.2016)

OHG mit drei Projekten in Oldenburg

Mit gleich drei Projekten waren wir in diesem Jahr erstmalig in Oldenburg (10.-12.03.2016) vertreten.

Mathildes perfektionierte Yoyos, Linus (und Jörns) Schall- und Wärmedämmungsstudien und Jonas (+ Henri, der wie Jörn in England war) infrarotgesteuerter, automatisierter Rasenmäher stellten die drei OHGler auf dem Landeswettbewerb Schüler experimentiert (Jugend Forscht für SuS bis 14 Jahre) vor.

Hier waren alle Regionalsieger aus Niedersachsen vertreten, d.h. je 6-8 erstklassige Projekte aus 6 verschiedenen Themengebieten. "Ein wenig aufgeregt ist man da schon" (Linus), aber "die Jury war sehr freundlich und hat sich viel Zeit für die Projekte genommen" (Jonas) und "man bekam neue Anregungen. Andere Schüler hat man auch super schnell kennengelernt oder (aus Wolfenbüttel) wiedergetroffen" (Mathilde) - sei es beim Erkunden der anderen Stände, beim gemeinsamen Essen, beim Doppelkopf abends oder Klettern Freitag Abend. Der Sportausflug in die Boulderhalle war ein guter Abschluss des zweiten Tages, an dem vormittags 300 SuS aus Oldenburg die Ausstellung besuchten, bevor die Juroren ein zweites Mal ihren Rundgang starteten.

Bereits Freitag morgen wurden die OHG-Lehrer als engagierteste Betreuer geehrt, da freuen sich (Herr Vespermann, Herr Mie und Herr Matthes) natürlich ein wenig. Viel mehr aber freuen wir uns über die Auszeichnungen unserer Schülerin Mathilde, die  am Samstag einen dritten Platz erreichte und Linus, der einen Sonderpreis in der Kategorie "Klimaschutz" gewann.

Ganz tolle Leistung von allen drei(fünf) OHGlern bei einer erstklassigen Veranstaltung und wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Vielen Dank auch an die Betreuer und Organisatoren in Oldenburg.

Die Projekte


Mathilde Witt: Technik, "Rotationsfrequenz eines Yoyos in Abhängigkeit von physikalischen Parametern"

 


Linus Frey (und Jörn Aurisch): Physik, "Dämmung mit natürlichen Materialien"

 


Jonas Grajcar (und Henri Marienhagen): Arbeitswelt, "Automatischer Rasenmäher mit Fernsteuerung"

Göttinger Tageblatt vom 15.03.2016

     

Jugend forscht/Schüler experimentieren (26.02.2016)

Am 17., 18. und 19. Februar war es wieder so weit …

… viele SuS der Wettbewerbs-WPU-Kurse aus den Jahrgängen 8 (betreuender Lehrer Herr Mie) und 9 (betreuende Lehrer Herr Vespermann und Herr Matthes) nahmen zum fünften Mal an Jugend Forscht / Schüler Experimentieren teil. Während die dreizehn Jüngeren noch bei Schüler Experimentieren ihre Projekte präsentierten, behaupteten sich bereits fünf Schülerinnen und Schüler bei Jugend Forscht (ab einem Alter von 15 Jahren muss man bei Jugend Forscht teilnehmen).

Der Wettbewerb fand erstmals für uns in Hildesheim und nicht wie gewohnt in Braunschweig statt. Aber auch in der Messehalle in Hildesheim war der Empfang sehr herzlich. Viele Schulklassen kamen am Mittwoch und Donnerstag zu Besuch und interessierten sich für die Projekte. Die sehr freundlichen Juroren besuchten uns dabei in der Zwischenzeit, sodass nie Langeweile aufkam.

Die Fahrten wurden diesmal privat organisiert und konnten Dank mitfahrender Eltern am Freitag und der Unterstützung durch den Verein der Freunde des OHG stattfinden. Vielen Dank nochmals dafür!

Obwohl wir mit weniger Gruppen als in den Vorjahren antraten, war dieses Jahr das bisher erfolgreichste. Neben vielen Sonderpreisen (vor allem den – mit 1.000 Eurodotierten - Schulpreis!) und vier 2./3. Plätzen gab es in diesem Jahr gleich drei Sieger in den jeweiligen Kategorien. So nehmen diese drei Gruppen am Landeswettbewerb in Oldenburg teil (03.-05. März). Wir drücken die Daumen für die nächste Runde!

WPU-Kurs 9 (Mathilde Witt, Johanna Thomä, Jonas Grajcar, Luca Rauhut)

OHG erfolgreich beim Regionalwettbewerb

 

GT vom 23.02.2016

Unsere Projekte

 

Mathe Olympiade - Erfolgreiche OHGler bei der Regionalrunde (19.01.2016)

Erfolgreiche OHG-Schülerinnen und Schüler bei der Regionalrunde

(KRA.) Im November haben wieder einige mathematikinteressierte Schülerinnen und Schüler unserer Schule an der Regionalrunde der Mathematikolympiade teilgenommen. Dazu mussten sie in einer vier- bzw. sechsstündigen Klausur z.T. über sehr anspruchsvolle Aufgaben nachdenken und dabei nicht nur einfach den richtigen von mehreren Lösungsvorschlägen ankreuzen, sondern auch ihre Lösungsansätze und Überlegungen auf dem Weg zur korrekten Lösung ausführlich aufschreiben. Wie schon im letzten Jahr wurden auch in diesem Jahr die erfolgreichen Teilnehmer an dieser Regionalrunde aus den Göttinger Gymnasien bei einer gemeinsamen Veranstaltung geehrt, die am Nachmittag des 12. Januar 2016 am Felix-Klein-Gymnasiums stattfand.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die mit hervorragendem Erfolg an der Regionalrunde der Mathematik-Olympiade teilgenommen haben, erhielten bei dieser Gelegenheit neben einer Urkunde auch einen Buchgutschein, der für die Schülerinnen und Schüler des OHGs dankenswerterweise wieder vom „Verein der Freunde des Otto-Hahn-Gymnasiums“ gestiftet wurde. Einen Gutschein erhielten von unserer Schule die folgenden Schülerinnen und Schüler: Nils Bernhardt (5B), Rosa Dornieden (5E), David Hildebrandt (5E), Noah Kirchhoff (7D), Amelie Siebert (7C), Klara Walde (5B). Herzlichen Glückwunsch!

Erst nach der Verleihung dieser Urkunden und Buchgutscheine gab der Vorsitzende des Vereins Mathematik-Olympiaden in Niedersachsen e.V., Daniel Homann, bekannt, welche Schülerinnen und Schüler sich zur Teilnahme an der diesjährigen Landesrunde qualifiziert haben. Dies hat von den Schülerinnen und Schülern des OHGs in diesem Jahr David Hildebrandt (5E) geschafft, dem wir schon jetzt viel Erfolg bei der dieser nächsten Runde der Mathematik-Olympiade wünschen. Diese findet am letzten Wochenende im Februar an der Universität Göttingen (Fakultät für Mathematik) statt, und dort kann David seine mathematischen Fähigkeiten mit den zwanzig besten Schülerinnen und Schülern seines Jahrgangs aus ganz Niedersachsen messen.

Noch in diesem Schuljahr finden übrigens zwei weitere Mathematik-Wettbewerbe statt, an denen in den letzten Jahren immer zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen des OHGs teilgenommen haben: Am 24. Februar 2016 startet der PANGEA-Wettbewerb mit der Schulrunde, und am dritten Donnerstag im März, also am 17. März, sind dann wieder alle zur Teilnahme am „Känguru der Mathematik“ eingeladen.

Interessierte können sich zu beiden Wettbewerben über ihre Mathematiklehrerin bzw. ihren Mathematiklehrer anmelden.

10k zu Besuch bei Sartorius (12.01.2016)

10k zu Besuch bei SARTORIUS

(bt.) Für alle 10. Klassen geht es in Kürze raus aus der Schule, hinein in die Welt der Arbeit, wenn die Schülerinnen und Schüler ihr vierzehntägiges Betriebspraktikum absolvieren. Vom 01. bis zum 14. Februar haben sie dann die Chance, in die Berufswelt hinein zu schnuppern und praktische Erfahrungen zu sammeln. Die allermeisten werden ihre Praktika bei Firmen und Betrieben im Göttinger Raum machen, einige wenige zieht es für diese zwei Wochen schon hinaus in die „kleine weite Welt“, etwa nach Hamburg, Hannover oder Berlin.

Die Fachgruppe Politik/Wirtschaft des OHGs hat dazu ein eigenes Berufsorientierungskonzept entwickelt, das zu Beginn des 10. Schuljahres umgesetzt wird und im Wesentlichen aus zwei Modulen besteht; es gibt den angehenden Abiturienten eine Orientierung bei der Frage, wie es nach der Schule weitergehen soll – Ausbildung oder Studium ist für die meisten dabei die Schlüsselfrage.

Betriebserkundungen bieten die große Chance für direkte Einblicke in die Arbeitswelt. Göttingen ist verglichen mit Großstädten ein eher strukturschwaches Gebiet, aber selbstverständlich gibt es dennoch großartige Optionen: SARTORIUS, ein Pharma- und Laborzulieferer, ist ein großes und weltweit expandierendes, börsennotiertes Unternehmen (www.sartorius.de). Es wurde 1870 gegründet und beschäftigt 5600 Mitarbeiter weltweit, in Göttingen, dem Headquarter, sind es über 2000. Laborproducts und Bioprocess Solutions sind die beiden großen Geschäftsfelder des Unternehmens, in denen hochspezialisierte Mitarbeiter beschäftigt sind. „Ungelernte Arbeiter in der Produktion“, so Frau Ines Majewski, die Leiterin des Sartorius College, finde man nicht mehr im Betrieb. Viele Arbeiten würden zwar von Maschinen und Robotern erledigt, aber Ingenieure und Computerfachleute seien für die Kontrolle des Produktionsprozesses unerlässlich.

Frau Majewski und ihre Kollegin, Frau Klesser, führten die Klasse durch die Biotechnologie-Produktion, wo vor allem Filter für die Pharmabranche hergestellt werden. Die Waagen, die SARTORIUS baut, messen bis zur 8. Stelle nach dem Komma, demnächst werde man in der Lage sein, Waagen zu bauen, die sogar noch bis zur 11. Stelle nach dem Komma messen würden, so Frau Majewski.

Die Schülerinnen und Schüler wurden herzlich und aufgenommen, ihre Fragen kompetent und umfassend beantwortet. Jetzt kann es losgehen, die Antennen für die Zeit nach der Schule werden ausgefahren und ausgerichtet und wer weiß, vielleicht wird ja später ein OHG’ler dort seinen Arbeitsplatz finden. Julia aus der 10k wird in dem Unternehmen schon einmal ihr Betriebspraktikum absolvieren ...

MINT-Aktivitäten 2015

Naturforscher AG besucht Geowissenschaftliches Institut (9.12.2015)

Exkursion ins Geowissenschaftliche Institut

Am 9.12.15 machte die Naturforscher-AG, welche sich aus Schülerinnen des OHG und der Godehard-Grundschule zusammensetzt, eine Exkursion zum Geowissenschaftlichen Institut der Universität Göttingen.

Dort unternahmen die Schülerinnen im Rahmen einer Rallye eine kleine Zeitreise und konnten so mehr über Urzeittiere wie das Mammut, den Höhlenbär oder den Elefantenfuß-Moa erfahren. Außerdem erforschten sie die vielen Erscheinungsformen von Edelsteinen, wobei ein besonderes Highlight die fluoreszierenden Mineralien darstellten.

Zuvor hatten die SuS bereits in der AG untersuchet, welche alltäglichen Substanzen oder Gegenstände unter UV-Licht beginnen zu fluoreszieren. Bei der Spurensuche durch das Museum hatten die SuS sehr viel Spaß und glänzten am Ende der Rallye mit ihrem erstaunlichen Forschergeist.

"Jugend forscht": Göttinger Schüler besonders erfolgreich (GT vom 02.03.215)

Göttinger Tageblatt vom 02.03.2015

Jugend forscht - OHG-Schüler erfolgreich (01.03.2015)

OHG-Schüler erfolgreich beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht/Schüler experimentieren"

(Mat.) "Es geht wieder los"... So lautet das Motto der 50. Runde von "Jugend forscht/Schüler experimentieren" in diesem Jahr. Wir OHGler sind zwar erst seit 4 Jahren dabei, aber dafür waren wir mit 12 Projekten beim Regionalwettbewerb in Braunschweig vertreten, die es durch den internen OHG-Wettbewerb Anfang Februar geschafft hatten.

Die 22 Projektler aus den Klassenstufen 7 bis Q1 mussten am Freitag, den 27.02. bereits um 06:30 Uhr in der Schule sein. Denn ab acht wurde in den Räumen der Landessparkasse Braunschweig aufgebaut und ab 10:15 Uhr wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv durch Juroren befragt.

Das gemeinsame Abendprogramm war ein Besuch des Kinos, abgerundet durch ein hervorragendes Buffet - so schlief es sich anschließend wunderbar in den beiden Hotels am Wollmarkt bzw. im Deutschen Haus.

Am Samstag waren die Räumlichkeiten für das breite Publikum geöffnet und die SuS präsentierten ihre Projekte abermals. Vorher jedoch gab es die Prämierungen.

Und auch in diesem Jahr spielte das OHG in vielen Bereichen ganz oben mit. So wurden die Hälfte der Projekte prämiert:

Sparte Schüler experimentieren

1. Platz Arbeitswelt JM Feldmaschine (Marten Pretorius, Justus Harling) Die beiden sind die ersten Schüler vom OHG, die das OHG beim Landeswettbewerb in Oldenburg vertreten werden (19. -21.03.2015).

3. Platz Physik und dritter Sonderpreis des "Zonta Club of Salzgitter" für Moos als Isolator für Kleidung (Vivian Senge)

3. Platz Technik für Auto mit ovalen Rädern (Linus Frey, Jannis Rodeck, Luka Markanovic)

2. Platz Technik für Die Ladetastatur 2.0 (Johanna Thomä, Henri Marienhagen)

2. Platz Geo- und Raumwissenschaften für SEWP (Jonah Riedl, Jakob Dieterle)

3. Platz Technik im Bereich Jugend forscht für NavBot - ein autonomes Fahrzeug (Rasmus Holst, Mika Weiße-Blanke, Ben Ludwig)

Sonderpreis für Qualitätsprüfung durch zerstörungsfreie Meßtechnik für Cobra meets Mindstorm (Cedrik Donges)

Sonderpreis des VDI für Schulen (250 Euro für das OHG)

Herr Mie, Herr Vespermann (der leider erkrankt war) und Herr Matthes sind stolz auf alle 22 Jungforscherinnen und -forscher. Toll, was Schülerinnen und Schüler (zusätzlich zur Schule) leisten können! Weiter so, dann "geht es wieder weiter"...

MINT 400 in Berlin (23.02.2015)

Teilnahme an Forschungskursen und Workshops

(BS.) Das Haupstadtforum des bundesweiten Excellence-Schulnetzwerkes MINT-EC (Verein Mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.Vbietet alle zwei Jahre Schülern und Lehrern die Möglichkeit, an Forschungskursen und Workshops in Berlin teilzunehmen. Dieses Jahr nahmen zwei Schüler des OHG`s - Ann-Christin Kerl und Nico Herbig (beide Q2) - in Begleitung von Frau Buerschaper teil.

Neben interessanten Fachvorträgen, z.B. wie das Gehen funktioniert und daraus resultierend, welche Leistungsfähigkeit eine Prothese haben muss oder wie man unterhaltsam präsentiert, standen ein Bildungsmarkt und interessante Workshops für Schüler und Lehrer auf dem Programm. Unter anderem ein spannender, mit praktischer Laborarbeit gefüllter Tag im Gläsernen Labor. Die Schüler haben dort in mehren Schritten Coffein aus Tee und Kaffee extrahiert. Bei der Abendveranstaltung am Freitag wurden die Schüler geehrt, die alle Aufgaben des internationalen Chemiewettbewerbs des Royal Australien Chemistry Institutes richtig gelöst hatten.

Auch der Chemie eA der Q2 nahm erfolgreich an diesem Wettbewerb teil. So gelang es drei Schülern - Marcel Hellwig, Till Niemann und Martin Schroeder - unter die besten 10% der Schüler aus Deutschland zu kommen. Weitere vier Schüler - Louis Deppe, Nico Herbig, Ann-Christin Kerl und Rebecca Wraage - waren unter die 25% der Besten aus Deutschland gekommen.

Jugend forscht (20.02.2015)

Präsentation von WPU-Projekten der Klassen 8-10

 
(mat.) Freitag, der 13te: An diesem Glückstag fand die interne Präsentation der WPU-Projekte im OHG statt. 47 SuS aus den 7ten, 8ten, 9ten und 10ten Klassen stellten die Umsetzungen ihrer jeweiligen Forschungsfragen vor. Dabei wechselten die Themen zwischen Biologie, Chemie, Raumwissenschaften, Physik/Technik und Informatik.
 
22 SuS aus den WPU`s von Herrn Mie, Vespermann und Matthes fahren am 27./28. Februar sogar mit zum Regionalwettbewerb Jugend Forscht / Schüler Experimentieren. In Braunschweig stellen sie ihre Projekte vor und haben gute Chancen auf Platzierungen.