Theater / Darstellendes Spiel

Theater am OHG

Theater am OHG: Das Fach Darstellendes Spiel

In unserem gut ausgestatteten Theaterraum mit 140 Sitzplätzen werden jedes Jahr etwa 10 Theaterproduktionen aufgeführt. Die meisten Stücke entstehen in den Kursen und der AG und werden entweder von den Schülerinnen und Schülern selbst im Unterricht entwickelt oder es handelt sich um Stücke der Weltliteratur, die für unsere Schulbühne und das meist jugendliche Publikum adaptiert werden.

Wir sind zusätzlich Gastgeber für Theaterkompanien, die auf unserer Bühne Gastspiele geben und deren Aufführungen von den Kolleginnen und Kollegen für ihre Klassen eingeladen werden. So gastiert jedes Jahr das White horse theatre mit seinen Stücken auf Englisch und es werden Dramen präsentiert, die den Deutsch- oder Geschichtsunterricht anschaulicher machen oder zu einem aktuellen Thema (z.B. Europa, Flüchtlinge, Holocaustgedenktag) passen.

Worum geht es und was kann man im Unterricht lernen?

Unterricht im Fach Darstellendes Spiel ist viel mehr als das Proben von Theaterstücken. Damit ihr euch auf der Bühne wohlfühlt, eure Auftritte überzeugend sind und ihr euch gegenseitig vollkommen aufeinander verlassen können, ist es wichtig entspannt und experimentell zu arbeiten. Jede Stunde beginnt mit einem

Warming up

  • Spiele, bei denen viel gelacht wird
  • Übungen, die die Stimme und den Körper aufwärmen
  • Begegnung und Berührung der Mitspielenden
  • Spaß haben und innere Widerstände überwinden

Speziell arbeiten wir an folgenden Themen:

Bühnenpräsenz

  • Körperbewusstsein (Körperhaltung, Gestik, Mimik)
  • vielfältige, ausdrucksstarke, große Bewegungen und Bühnengänge
  • deutliche und expressive Bühnenstimme
  • Etablierung von Räumen, Gegenständen, Figuren, deren Status und Beziehungen
  • Vermeiden von privaten Handlungen auf der Bühne (T-Shirt zupfen, Haare zurückstreichen)

Persönliche Entwicklung

  • sich etwas trauen
  • aus sich herausgehen
  • sich Herausforderungen stellen
  • Rollen spielen, die man albern, schwierig, ein bisschen peinlich findet

Teambildung

  • als Gruppe etwas auf die Beine stellen (eine 10-Sekunden-Impro oder eine langes Theaterstück)
  • die Gruppe im Warming upanleiten
  • mit jedem zusammenspielen
  • Konzentration und sich-einlassen auf die Stimmung der Szene
  • auf ein gemeinsames Ziel zuarbeiten

Inszenierung eines Theaterstückes

  • spannende und interessante Handlungen entwickeln
  • eigene Ideen einbringen
  • sich verkleiden, schminken, Perücken und Masken tragen
  • Licht und Ton programmieren, schneiden, fahren
  • vor Mitschülern oder öffentlichem Publikum auftreten

Unser Kursangebot:

Klassenstufe

Kurs-und AG- Angebot Darstellendes Spiel

5-8

Theater-AG

7

DS Bili: Theaterspielen auf Englisch

8

Wahlspflichtunterricht (WPU; 2-stündig

9 + 10

WPU Kunst/DS; 2-stündig

Fächerübergreifender Unterricht

z.B. Theater/Film/Figuren-/Schwarzlichttheater

Bau von Masken/Figuren/Bühnenbild für die Theaterinszenierung

11

grundlegende Einführung in das Fach bzw. Weiterführung des Unterrichtes aus dem WPU

Q 1

EW -Kurs ohne Abiprüfung 3-stündig

Q 1

Sternchenkurs mit großer Aufführung; 3-stündig

Q 1

Revuekurs: ein Theaterstück führt durch die große Schulrevue (alle 3 Jahre); 3-stündig

Q 1 + Q 2

gA: DS als mdl. Prüfungsfach (P 5) im Abitur mit praktischer und theoretischer Prüfung; 3-stündig

 

DS-Produktionen 2019/20

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Stranger in a strange country

Mariana aus Spanien ist von zu Hause weggelaufen und möchte bei ihrer deutschen Oma Unterschlupf finden, doch die liegt ausgerechnet jetzt im Krankenhaus. Marianas Deutsch ist leider nicht sehr gut und trotzdem muss sie nun versuchen klar zu kommen, bis es ihrer Oma besser geht.

Warum ist sie weggelaufen? Was hat ihre Geschichte mit der Fluchtgeschichte der Oma zu tun? Und wie gelingt es ihrem neuen Freund Ben, dass sie sich in Deutschland wohl und sicher fühlen kann?

Der Theater/Kunst-Kurs des 9. Jahrgangs hat Marianas Geschichte entwickelt und spielt sie – auch mit Elementen des Figurentheaters. Die Puppenszenen sind inspiriert von Fluchtgeschichten aus dem Museum Friedland.

Das Stück wird auf Englisch aufgeführt, da es für das internationale Erasmus-Theaterfestival in Pecs, Ungarn entwickelt wurde.

 

Der Eintritt ist frei. Wir sammeln am Ausgang Spenden für die Arbeit mit Flüchtlingskindern in Göttingen.

 

DS-Produktionen 2018/19

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DS-Produktionen 2017/18

Der Superschrecker

Theater-AG der Jahrgänge 5 - 8, Leitung: Frau Korte

Am Abend des 12. Juni 2017 konnte man vor dem OHG neben einer größeren Gruppe Menschen auch einige Vampire, Hexen, "Monster" verschiedenster Art und sogar eine Mumie antreffen. Es fand die Aufführung von "Der Superschrecker" statt, dem selbst verfassten Stück der Theater-AG. Zur Freude aller Beteiligten waren einige der jüngeren Zuschauer der Aufforderung gefolgt, sich gruselig zu verkleiden. Sie sehen so den Darstellerinnen und Darstellern des Stücks zum verwechseln ähnlich. 

Die mitspielenden Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 8 stellten Team und Kandidaten der fiktiven Fernsehshow "DSDS - Deutschland sucht den "Superschrecker" dar. Auf der Fläche vor dem Westeingang (am Lehrerparkplatz) suchte der Produzent und Regisseur der Show, Luis Langfinger, nach Kandidaten, die durch gruselige oder erschreckende Fähigkeiten für den Titel des "Superschreckers" geeignet schienen. Nachdem genügend Titelaspiranten gefunden waren, wurde das Spielgeschehen ins Innere der Schule verlagert. In der unteren Pausenhalle saßen Darsteller und Zuschauer dann Seite an Seite an den Tischen, an denen sonst das Mittagessen eingenommen wird. Die Kandidaten nutzten die Zeit, um ihre "Kollegen" kennenzulernen, Konflikte auszutragen und Freundschaften zu schließen. 

Der dritte Teil des Stücks, die Aufzeichnung der Show, wurde im Theater-/Filmraum gezeigt. Hier präsentierten sich die Kandidaten vor einer vierköpfigen Fachjury, bestehend aus dem Tod, einer modebewussten Werwölfin, einem Unsichtbaren und einer strengen Lehrerin. Der "Mörderator", unterstützt von Langfinger und seinem Team, führte stets gut gelaunt durch die Show, die zu einem überraschenden Ende kam: Der freundliche, vegetarisch lebende Vampir Georgie mit seinen Ideen von Liebe und Weltfrieden war der einzige, der Jury und Produktionsteam ernsthaft das Fürchten lehren konnte. Um der zwangsweisen Verkostung von Tomatensaft zu entgehen, erklärten die Verantwortlichen ihn kurzerhand zum neuen Superschrecker.

Eltern, Geschwister, Freunde und Mitschüler waren begeistert und mit viel Applaus ging die Aufführung zu Ende. Frau Engels dankte allen Schülerinnen und Schülern für die schöne Vorstellung und lobte ihre gute Arbeit, auf die sie alle zu recht stolz sein dürfen.

Bei der Stückentwicklung standen Spielfreude und die Lust am Verwandeln und Verkleiden im Fokus. Die Grundstruktur der Handlung wurde gemeinschaftlich in der AG festgelegt, deren genaue Ausgestaltung orientierte sich dann an den auftretenden Figuren und ihren Eigenheiten. Diese wurden von den AG-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern selbst erdacht und mit viel Detailfreude liebevoll ausgestaltet.

Zum Inhalt:

Eine Fernseh-Produktionsfirma sucht Deutschlands furchteinflößendstes ‚Monster‘. Die Kandidaten sind nicht unbedingt das, was man erwartet: Manche sind mehr, andere eher weniger geeignet für den Titel des Superschreckers. Auch die Jury ist skurril, aber durchaus liebenswert.

Mit diesem selbst entwickelten Stück geht die Theater-AG neue Wege. Wir wagen uns aus dem Theaterraum und testen andere Orte der Schule als mögliche Schauplätze für verschiedene Szenen des Stücks.

"Pop, Protest und Pille" von Susanne Weller

Deutschland. Die späten 1960er Jahre. Die Zeit, in der die Studenten auf die Barrikaden gehen. Sie protestieren gegen starre Strukturen, den Vietnamkrieg, die rigide Sexualmoral, die Nichtaufarbeitung des Nationalsozialismus, den Schah-Besuch und die Notstandsgesetze.

In dem Stück geht es um fünf junge Abiturienten und ihren weiteren Lebensweg. Da ist der ehrgeizige, konservative Martin, der so schnell wie möglich sein Jurastudium abschließen möchte. Gisela, die Martin gerne heiraten möchte, später aber ganz andere Wege einschlägt. Rainer, der das Leben einfach nur genießen will und in eine Kommune zieht. Dieter, der mit seinem autoritären Vater immer wieder aneinandergerät und schließlich Roswitha, die sich radikalisiert und mit allen Konventionen bricht.

Drogenmissbrauch, WG-Leben, Emanzipation und Untergrundkampf werden in verschiedenen Szenen aufgezeigt, mal mit grooviger Flower-Power-Musik witzig herübergebracht aber auch mit ernsten und nachdenklichen Bildern in Szene gesetzt.

 

 

Präsentiert wird diese geschichtliche „Zeitreise“ vom darstellenden Spiel-Kurs Q 1 Weller