Alumni informieren
Große Fragen kleiner gemacht: OHG-Alumni motivieren zu einem möglichen Auslandsstudium
(jk.) Die Initiative dazu ging von Juliane Unger (Abi 2022), Philipp Antony und Till Koch (beide Abi 2017) aus, die mit Rückblick auf ihre eigene Oberstufenzeit eine Lücke identifiziert hatten: Die Informationen über ein mögliches Studium im Ausland waren damals (wie heute) nicht Teil der Berufs- und Studieninformationen. Entsprechend nahmen sie Kontakt zu Herrn Jaek auf, formulierten ein Konzept und realisierten dieses nun am Mittwoch, den 25. Juni 2026, erstmals: eine echte Premiere.
Die Bandbreite ihres Angebots war breit: Juliane Unger hat gerade ihren B.Sc. in Business und Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) abgeschlossen und befindet sich auf dem Sprung nach Paris, wo sie einen Masterstudiengang mit Schwerpunkt absolvieren will. Philipp Antony hat nach einem Studium der Medienwirtschaft in Stuttgart Kommunikationswissenschaften am King’s College in London absolviert und arbeitet derzeit in Brüssel für die NATO. Der Diplomjurist Till Koch hat just vor wenigen Tagen sein Masterstudium im „Kindergarten der EU“ am College of Europe der Universität Brügge als Jahrgangsbester im Bereich Europarecht abgeschlossen und tritt nun sein juristisches Referendariat an; zuvor hatte er mit großem Erfolg in Göttingen bereits sein Jurastudium abgeschlossen. Allen gemein ist zudem, dass sie bereits während ihres Studiums auch für jeweils ein Semester an einer internationalen Universität studiert haben: Sie sind richtig herumgekommen und haben entsprechend viel Praxiserfahrung gesammelt, die sie als Impulse an drei Q1-Tutorials (Jaek, Juritz, Polle) weitergegeben haben.
Der Fragen gab es viele, die nicht nur fachkompetent, sondern auch motivierend-mutmachend beantwortet wurden. Ob es die Frage der Finanzierung (Jobben, Stipendien, Eltern), Bewerbung, Fremdsein, die Stimmung unter den Kommilitonen selbst, die Betreuung vor Ort, Karriere- und Verdienstaussichten, Selbstfindung und Mut, Unterkünfte und Herausforderungen usw. gegangen ist – bereitwillig haben sie Auskunft gegeben, Hürden abgebaut, Chancen ausgewiesen, ermutigt, aber auch den Anspruch an ein erfolgreiches Studium formuliert: Da kommt viel Arbeit auf jeden zu, der sich diesen Anforderungen stellen will. Till Koch brachte es auf den Punkt: „Ich habe vor dem Examen vierzig Probeklausuren geschrieben, sonntags hatte ich dann Zeit für mich. Am Montag ging es dann wieder los.“ Auch das Networking – ob persönlich bei Events oder mittels Verlinkung in den einschlägigen Social Media Plattformen - ist als Potential vorgestellt worden: Juliane Unger, im Zentrum der Wiener bzw. internationalen Wirtschaft erprobt, lobte die hervorragenden Möglichkeiten, die sich als derartigen Veranstaltungen ergeben können: „„Die Welt ist groß - fangt an, sie auszuprobieren. Ein Auslandsstudium oder ein Gap Year im Ausland gehören zu den besten Entscheidungen, die ihr treffen könnt, persönlich und beruflich. Man muss nicht alles im Voraus wissen, manchmal reicht es, den ersten Schritt zu machen.” Philipp Antony weist auf die Chancen hin, die aus einer Profilbildung ergeben: Zu Beginn des Studiums habe man noch ganz andere Vorstellungen, die sich dann im Verlauf von Praktika und Studienerfahrungen zu ganz ungeahnten Wegen führen würden: „Geht hinaus in die Welt und habt keine Angst vor Kurven und Neustarts! Ein Auslandsstudium wirkt angsteinflößend, kann aber der beste Weg zu persönlichem und beruflichem Wachstum sein.". Dazu auch noch einmal Till Koch: „Man kann heute nicht mehr Jura studieren, ohne die Bezüge des deutschen Rechts zum europäischen und internationalen Recht zu verstehen. Auslandserfahrungen sind dafür ideal. Nutzt alle Gelegenheiten, die sich euch bieten (insbesondere Erasmussemester) und arbeitet kontinuierlich an euren Sprachkenntnissen!"
Die positive Resonanz der Q1-Tutorials ermutigt daher, im nächsten Jahr die heutige Premiere zu einem dauerhaften Angebot umzuwandeln.




