Emmy Noether Folks
Vom Hahn per Frühstudium nach Harvard ...
... oder wie kommt man nach Stanford!
Eben summte das OHG noch vor Abi-Hektik – und dann war schon wieder Sommer und Zeit fürs nächste Emmy-Noether-Folks-Society- (kurz ENFS) Treffen mit Essen und "Escapen".
Wir sind die Göttinger Honor Society für alle, die schon ohne Abi angefangen haben zu studieren, also ein sogenanntes Frühstudium an der Georg-August-Universität Göttingen mitgemacht haben. Wer sich auf unseren Treffen aber umschaut, wird keine Ansammlung von Wunderkindern sehen, sondern größtenteils einfach Schüler und ehemalige Schüler mit einem starken Interesse an einem Fach – von Anglistik und Skandinavistik und Biologie bis Soziologie, am häufigsten wohl Mathematik. (Die sonst nicht gerade wenigen Schülerinnen und "Ehemaliginnen" waren dieses Jahr leider wegen Pfadfinderlager-Leiten bis Studieren in der Ferne verhindert.) Uns eint auch der Motivation, uns neben der Schule auch noch in Vorlesungen zu setzen, bei Übungen mitzumachen und die Universitäts-Übungszettel zu vervollständigen. Häufig führt das bei unseren Mitgliedern zum Erfolg, sodass sogar schon universitäre Klausuren bestanden werden, obwohl das Abitur oft noch Jahre in der Zukunft liegt.
Beim letzten Treffen galt es für die Mitglieder erst 'mal, aus einem der Escape-Räume vom Göttinger "Breakout" zu entkommen. Sobald das -- wie üblich: schneller als vorgesehen -- geschafft war, haben wir mit einem Besuch in der Eisdiele für Abkühlung an dem doch sehr heißen Tag gesorgt, bevor es weiter zum Essen beim persischen Restaurant Safran ging. Das Highlight des Tages war allerdings, dass wir dieses Mal einen Raum am Mathematischen Institut zur Verfügung gestellt bekommen haben, wo wir unseren traditionellen Brettspielabend veranstalten konnten. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei den Verantwortlichen der Mathefakultät bedanken.
Von besonderem Interesse war dieses Treffen der OHG-Alumnus Noah Kirchhoff, der es geschafft hat, nach erfolgreichem Studium an der ETH Zürich für ein Forschungsprojekt nach Harvard (Home | Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian) zu gehen. Wir gratulieren zu diesem Erfolg!
Nicht alle von uns dürfen schon mal eine Nobelpreis-Medaille probehalten (die von Didier Queloz - Wikipedia) oder landen an internationalen Universitäten. Die Göttinger Uni genießt schließlich weltweit einen guten Ruf, und das nicht nur aufgrund ihrer illustren Geschichte: Nicht wenige aus der ENFS studieren nach dem Abitur direkt hier weiter. Aber viele zieht es dann doch in die Ferne, und so erfahren wir bei unseren Treffen das Neueste aus Aachen bis Tübingen, und halt auch aus Durham, Boston (MA), London oder Zürich.
Dass das Frühstudieren ein entscheidender Faktor für ihr Auslandsstudium war und ist, darin wissen sich unsere "Bildungsemigraten" einig. "In Zürich ist frühstudiert zu haben, eher die Regel als die Ausnahme", weiß Noah zu berichten. "Die Uni prüft im Laufe des ersten Jahres knapp die Hälfte heraus. Und das sind exzellente Leute mit Abi-Bestnoten, teils haben die Bundeswettbewerbe gewonnen. Aber es kommt so viel im ersten Jahr auf einen zu, dass man nur mit Vorwissen eine gute Chance hat."
Unsere "Engländer" pflichten ihm bei. "Die Briten sieben vor allem bei der Aufnahme, nicht im Studium. Gute Noten sind wichtig, klar, aber noch wichtiger sind die Tests. Vieles, was die wissen wollen, ist kein Schulstoff, und man muss das alles unter enormem Zeitdruck lösen." Dass das nicht ohne längere gezielte Vorbereitung geht, ist klar, und exzellente Sprachkenntnisse sowieso. Viele, die mit dem Gedanken an ein Auslandsstudium spielen, schätzen daher den Cambridge-Kurs wie auch den US/UK College Preparation Club.
"Klar strengt das richtig an, so intensiv in die Tiefe zu gehen. Aber man versteht dann mehr." Und dass etwas wirklich zu durchdringen die Mühe wert ist und Spaß macht – davon brauchte man auch an diesem Abend sowieso niemanden mehr zu überzeugen.
Du hast bis hierhin mit Interesse gelesen? (Glückwunsch zur Ausdauer!) Du hast Interesse an einem Früh- oder Auslandsstudium, vielleicht sogar in Oxbridge oder Stanford? Dann sprich uns gerne an!
Florian Wanka (President der ENFS), RCA
