JtfO-Turnier in Berlin

Bundesfinale in Berlin

Nach dem sensationellen Erfolg beim Landesentscheid Ende Juni in Barsinghausen ging es für unsere Jungs und das Trainerteam, bestehend aus Herrn Preuninger und Simon Ahlborn, nach Berlin zum Bundesfinale. Fünf gemeinsame Tage in Berlin (15.09.–19.09.) – fünf Tage, in denen es galt, das Bundesland und unsere Schule bestmöglich zu repräsentieren.

Nachdem wir pünktlich in Berlin angekommen waren, an dieser Stelle ein besonderes Lob an die Deutsche Bahn, und unsere Zimmer erfolgreich bezogen hatten, wartete bereits das erste Highlight auf uns: der Empfang in der Niedersächsischen Landesvertretung. Passend gekleidet in unseren vom Bundesland bereitgestellten Outfits trafen wir im imposanten Vorraum der Landesvertretung ein. Das Ambiente war wirklich phänomenal und unterstrich noch einmal den Stellenwert des Events. Nach einem sportlergerechten Abendessen fuhren wir zurück ins Hotel und versuchten, trotz der vielen Eindrücke, schnell Schlaf zu finden. Schließlich standen am nächsten Morgen bereits die ersten drei Turnierspiele auf dem Programm.

Leider wurden wir am Olympiagelände mit heftigen Regenfällen begrüßt, sicher keine optimalen Bedingungen, um unsere schon so oft gezeigten Qualitäten in der Offensive unter Beweis zu stellen. Das erste Spiel gegen Thüringen verloren wir sehr unglücklich mit 1:3. Grundsätzlich waren wir die bessere Mannschaft. Auffällig war beim Gegner allerdings die Eingespieltheit – nicht verwunderlich, da sich die Mannschaft ausschließlich aus Spielern von Rot-Weiß Erfurt zusammensetzte. Bedauerlicherweise verhinderten auch individuelle Fehler, die im Fußball natürlich passieren können, ein besseres Ergebnis.

Im zweiten Spiel ging es gegen Bayern. Hier duellierten wir uns hauptsächlich mit Spielern aus den Nachwuchsleistungszentren des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth. Das Niveau war also wirklich hoch. Entsprechend positiv sollte man die letztlich knappe 0:2-Niederlage einordnen. Besonders lobenswert war die Einstellung der Jungs: Mit viel Leidenschaft wehrten sie sich über die gesamten 30 Minuten. Durch die beiden Niederlagen stand leider bereits fest, dass wir am Donnerstag nur noch um die Plätze 9 bis 16 spielen würden. Tatsächlich war deutlich mehr möglich, was bei der nachträglichen Betrachtung zumindest für ein bisschen Frust sorgte.

Das letzte Spiel des Tages konnten wir also mit weniger Anspannung angehen. Selbstverständlich wollten wir aber unbedingt den ersten Sieg landen. Erfreulicherweise gelang uns das auch: Baden-Württemberg wurde mehr als verdient mit 3:2 besiegt. Der erste Sieg in Berlin!

Nach einer unruhigen und turbulenten Nacht – auf die Vorfälle möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen – starteten wir sehr früh, um 9:30 Uhr, mit der ersten Partie gegen Sachsen. Letztlich gewannen wir, wie bereits am Vortag im letzten Spiel, mit 3:2. Aufgrund mangelnder Chancenverwertung hielten wir die Partie allerdings zu lange offen.

Durch diesen Dreier wartete in der nächsten Begegnung Sachsen-Anhalt auf uns: eine Sportsekundarschule aus Magdeburg mit überwiegend Spielern aus dem Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Magdeburg. Abgesehen von einer Situation, die leider zum entscheidenden 0:1 führte, verteidigten wir die enorme Offensivpower des Gegners höchst diszipliniert. Auch nach vorne konnten wir gelegentlich Nadelstiche setzen. Vielleicht wäre sogar ein Unentschieden möglich gewesen, in diesem Fall hätte das Elfmeterschießen über den Sieger entschieden. Am Ende zählt leider nur das Ergebnis auf der Anzeigetafel, und das sprach gegen uns.

Schnell konnten wir uns jedoch ablenken, denn am Abend stand ein Teamevent auf dem Programm: das Eishockeyspiel zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers in der fast ausverkauften Uber Arena mit knapp 15.000 Zuschauenden. Viele der Jungs waren zum ersten Mal bei einem Eishockeyspiel, die Vorfreude entsprechend groß. Die Stimmung war wirklich super, und sportlich konnte man schnell erkennen, dass es sich um ein Spitzenspiel in der höchsten deutschen Spielklasse handelte. Schlussendlich gewannen die Eisbären mit 4:2.

Am Freitag standen wir ein letztes Mal auf dem Rasen – in diesem Fall sogar auf Kunstrasen. Im Spiel um Platz 11 trafen wir auf die Sportschule Frankfurt (Oder), die Brandenburg vertrat. Das Endergebnis lautete 0:4. Zur Halbzeit hätte man noch von einem ausgeglichenen Spiel sprechen können (Halbzeitstand: 0:1), doch die zweite Halbzeit ging klar an die Brandenburger. Den Jungs möchte ich allerdings ausdrücklich keinen Vorwurf machen, auch weil wir am Ende drei Verletzungen aus diesem Spiel davontrugen. Glücklicherweise hatte keine davon langfristige Folgen. Bei einem gemeinsamen Döneressen am Abend löste ich schließlich meine Wettschulden ein, das hatten sich die Jungs nach den kräftezehrenden Spielen mehr als verdient. Anschließend fuhren wir zur Abschlussveranstaltung in die Max-Schmeling-Halle. Dort trafen sich alle Sportlerinnen und Sportler aus den verschiedenen Wettbewerben – maximales Olympiafeeling!

Letztendlich ist der 12. Platz wahrscheinlich nicht die Platzierung, die wir uns alle erträumt hätten. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass sehr, sehr viele andere Schulen in ganz Deutschland gerne mit uns tauschen würden. Ich bin mir sicher, dass alle unsere Teilnehmer auch in 50 Jahren noch freudestrahlend von diesem einzigartigen Erlebnis berichten werden. „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“ – ich glaube, dieser Redewendung können wir alle nur zustimmen.

Jetzt noch ein paar abschließende Worte von mir: Ich bin Herrn Preuninger, dem OHG und natürlich meinen unfassbar großartigen Jungs extrem dankbar. Dankbar dafür, dass ich diese Erfahrung als ehemaliger Schüler machen durfte. Aus der gemeinsamen Zeit, die mit dem ersten Turnier im April 2024 begann, kann ich viel mitnehmen. Selbstverständlich werden wir auch 2027 wieder an den Start gehen und gemeinsam für unsere Schule unser Bestes geben.

Für das OHG spielten: Darian Bleckmann, Noah Kiy, Lucas Kober, Hannes Voltmer (alle 9A), Jonathan Oelkers, Max Schrickel, Bennet Schütte (alle 9C), Marcel Binfet, Timo Jahn, Jason Mikschta (alle 9D), Wilko Rode (8C), Lars Ahlbrecht, Leon Brandt, Leon Große-Heitmeyer (alle 8D) und Leonas Süßmann (8M).

Text von Simon Ahlborn

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