Linolschnitt
„Verwandeln und Verfremden"
(sor.) Im aktuellen Q1-Kurs des Kunstfachbereichs haben sich die Schülerinnen und Schüler in der Unterrichtseinheit „Verwandeln und Verfremden“ intensiv mit teilweise sehr bekannten Werken berühmter Künstlerinnen und Künstler auseinandergesetzt – darunter beispielsweise mit Arbeiten von Franz Marc, Egon Schiele oder Ernst Ludwig Kirchner. Diese Werke dienten als Inspiration, um sie gestalterisch weiterzuentwickeln, zu verändern und eine neue Bildsprache zu finden.
Im Zentrum stand das Hochdruckverfahren des Linolschnitts, ausgeführt in der Technik der „verlorenen Platte". Bei diesem besonderen Verfahren wird mit nur einer Druckplatte gearbeitet. Zunächst wird das Motiv in einem ersten Arbeitsgang geschnitten und in einer hellen Farbe gedruckt. Anschließend wird die Platte weiter bearbeitet, indem weitere Flächen weggeschnitten werden, bevor die nächste – meist dunklere – Farbschicht gedruckt wird. Dieser Prozess wiederholt sich Schritt für Schritt. Da das Material nach jedem Druckvorgang weiter abgetragen wird, kann die Platte am Ende nicht mehr in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden – sie ist sozusagen „verloren". Das erfordert vorausschauendes Planen und präzises, sorgfältiges Arbeiten.
Besonders schnell arbeitende Schülerinnen und Schüler erhielten zudem spannende Einblicke in das Drucken mit der Tiefdruckpresse und konnten somit den Umgang mit unterschiedlichen Druckverfahren praktisch erfahren.
Hier erhaltet ihr einen kleinen Einblick in das, was in den letzten Wochen im Druckatelier entstanden ist.




