Penthesilea

Kampf der Geschlechter

(ber.) Troja 1350 vor Christus schreibt ein Grieche (dynamisch gespielt von Leart Alitaj) mit roter Farbe an die Wand und das herunterlaufende Rot deutet schon daraufhin, was im Verlauf des Stückes passieren wird.

Die Griechen belagern Troja, um die schöne Helena zu befreien, als das Heer der Amazonen auftaucht, die ebenfalls kriegerisch unterwegs sind (kämpferisch und wunderschön Lene Roders, Lena Würfel, Paula Roth, Klara Grimm). Sie wollen junge Griechen für ihr Rosenfest erbeuten, da sie in einer männerlosen Gesellschaft leben und Männer nur für die Fortpflanzung und damit den Erhalt ihrer Kultur brauchen. Liebe kennen sie nicht – ihre Vorfahrerinnen haben diese aus Selbstschutz aus ihrem Leben verbannt. Auf dem Schlachtfeld treffen die Königin der Amazonen, Penthesilea (überzeugend und variantenreich gespielt von Alexandra Otto) und der griechische Anführer Achill (wortgewaltig Duvelle Chuimtchoua) aufeinander und verlieben sich. Das ist ein No-Go für die Amazone, worauf die Priesterin (fein und klar von Milla Grewe verkörpert) hinweist, und ein Wahnsinn für Achill, vor dem ihn seine Freunde (wunderbar gespielt von Sebastian Zielonka und Adam Abdalla) ansprechen.

Doch die Leidenschaft treibt beide ein zweites Mal auf das Schlachtfeld, damit Penthesilea Achill besiegen und sich von ihr mit nach Themiscyra nehmen lassen kann. Aber dann geschieht das Unvorstellbare und Penthesilea kann "den Liebesrausch nicht vom Todesrausch unterscheiden" und metzelt Achill nieder, was von den beiden Gruppen in einer Mauerschau beschrieben wird (Nuri Jitschin als verzweifelter Grieche).

Das Romeo- und Julia-Motiv wird abgerundet, als sich Penthesilea, sobald sie blutverschmiert aus ihrem Kampfesrausch wieder zu sich kommt, das Leben nimmt.

Der Q2-DS-Kurs hat in dem kurzen Schuljahr alles gegeben und eine leidenschaftliche Produktion auf die Bühne gebracht. Einige Szenen wurden vor einem Greenscreen aufgenommen und von Adam Abdulla mit passenden Fotos hinterlegt, so dass griechisches Flair aufkam.

Neben all den schulischen Anforderungen der letzten Schulwochen haben die Schülerinnen und Schüler mit den beiden Aufführungen noch eine Extraleistung erbracht.

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