Rückblick auf 2025
Das Jahr 2025 begann, wie es am OHG Tradition ist: mit Musik. Das Neujahrskonzert setzte gleich zu Beginn einen Ton, der das ganze Jahr begleiten sollte – gemeinschaftlich, engagiert und mit viel Herzblut vorbereitet. Draußen zeigte sich der Winter kurz von seiner besonderen Seite: Ein schneebedingter Schulausfall sorgte für überraschend leere Klassenräume.
Schon früh wurde klar, dass 2025 ein Jahr der Ideen werden würde. Beim SV-Seminar am Hohen Hagen wurde diskutiert, geplant und ausprobiert – fernab des Stundenplans, aber ganz nah an dem, was Schule ausmacht. Aus diesen Tagen entstanden Projekte, die später sichtbar wurden, etwa die politische Podiumsdiskussion im Februar, bei der Meinungen aufeinandertrafen und Zuhören genauso wichtig war wie Mitreden. Parallel dazu zog es den Q1-Jahrgang in den Schnee: Der Ski-Kompaktkurs brachte sportliche Herausforderungen, Muskelkater und viele gemeinsame Abende.
Mit dem Frühling rückte der Abiturjahrgang 2025 immer stärker in den Mittelpunkt. Die Mottowoche im März verwandelte das Schulgebäude in eine bunte Bühne – zwischen Verkleidungen, Musik und dem leisen Wissen, dass ein großer Abschnitt bald enden würde. Kurz darauf öffnete das OHG seine Türen für die Viertklässler und ihre Familien. Der Tag der offenen Tür zeigte, was den Schulalltag sonst oft nur von innen prägt: Projekte, Experimente, Gespräche und eine Schulgemeinschaft, die sich gerne präsentiert, ohne sich zu inszenieren.
Während draußen langsam alles grüner wurde, wurde es für unsere Abiturienten ernst. Eine dicht getaktete Prüfungsphase, teils noch vor den Osterferien, verlangte Konzentration, Durchhaltevermögen und gegenseitige Unterstützung. Einen sportlichen Gegenpol bildete die Tour der Energie, bei der Schüler und Lehrer gemeinsam in Bewegung kamen.
Im Mai wurde sichtbar, dass sich auch baulich etwas bewegt: Mit dem Richtfest des neuen Anbaus nahm ein Projekt Gestalt an, das die Schule noch lange prägen wird. Gleichzeitig verließen die Achtklässler im Rahmen des Herausforderungsprojekts ihre gewohnten Wege und zeigten, wie Lernen aussehen kann, wenn Verantwortung, Mut und Selbstständigkeit im Mittelpunkt stehen.
Die Wochen vor den Sommerferien fühlten sich wie ein verdichtetes Schuljahr im Kleinen an. Gleich drei Sommer Konzerte füllten die obere Pausenhalle, die S-Arena und den Südhof. Parallel dazu standen die Abiturfeierlichkeiten an: Abischerz, Abigottesdienst, Entlassung und schließlich der Abiturball, bei dem 126 Schüler verabschiedet wurden. Ein besonderer Moment – auch weil der Abiturball 2025 zum letzten Mal in der Lokhalle stattfand.
Ein Einschnitt, der weit über einen Jahrgang hinausging, folgte wenig später: Nach 19 Jahren verabschiedete sich Schulleiterin Rita Engels in den Ruhestand. Der Abschied in der Sparkassen Arena war feierlich, persönlich und bewegend. Beim großen Sportfest im Maschpark wurde dieser Abschied dann zu einem gemeinschaftlichen Ereignis – mit Bewegung, Begegnung und dem Gefühl, dass hier etwas endet, das viele Jahre getragen hat.
Nach den Sommerferien begann ein neues Kapitel. 180 neu Fünftklässler starteten ihren Weg am OHG. Zwei Wochen später brachte das Sommerfest des fünften Jahrgangs Eltern, Kinder und Lehrkräfte zusammen und machte aus vielen Namen langsam vertraute Gesichter. In diese Zeit fiel auch ein weiterer Neubeginn: Mit Jan Weber trat der neue Schulleiter sein Amt an. Unter dem Motto „Willkommen an Bord“ begann eine neue Phase – ruhig, zuversichtlich und getragen von dem, was das OHG ausmacht.
Der Herbst war geprägt von Unterwegssein und Wettbewerb. Klassenfahrten führten die Fünftklässler zum Kennenlernen, die zehnten Klassen in verschiedene Regionen Deutschlands, die Tutorials der Q2 ins europäische Ausland. Der Lateinkurs reiste nach Trier, eine Gruppe des neunten Jahrgangs nach Gloucester zur Partnerschule. Sportlich wurde es beim Obstacle Cycle Run, beim Streethandball-Turnier im Maschpark, bei „Jugend trainiert für Olympia“. Auch Worte hatten ihren Platz – bei „Jugend debattiert“ und dem Vorlesewettbewerb. Währenddessen übernahm der Abiturjahrgang 2026 Verantwortung und Kreativität, etwa mit einem Bingo-Abend, um den eigenen Abiball zu finanzieren.
Die Vorweihnachtszeit brachte das Jahr langsam zum Klingen. Das Badminton-Turnier der Jahrgänge 11 bis 13, der Weihnachtsbasar mit über 6.000 Euro Spenden für ein Regenwaldschutzprojekt und die Weihnachtskonzerte in der St.-Paulus-Kirche setzten ruhige, warme Akzente. Kurz vor den Ferien hieß es noch einmal Abschied nehmen: Hausmeister Friedhelm Döring wurde in den Ruhestand verabschiedet – begleitet von einer Verkleidungsaktion der gesamten Schulgemeinschaft, die zeigte, wie sehr kleine Gesten den Alltag prägen können.
2025 war ein Jahr voller Übergänge, Begegnungen und gemeinsamer Momente. Ein Jahr, das gezeigt hat, dass Schule weit mehr ist als Unterricht und Noten. Danke an alle Schüler, Eltern, Lehrer, Mitarbeitenden– für Engagement, Zusammenhalt und ein besonderes Jahr am Otto-Hahn-Gymnasium.
Philipp Jahn & Jannis Westphal
