Sicher im Verkehr

"Meine Entscheidung"

(wil.) Am 20.05 fand die Veranstaltung zur Verkehrssicherheit für den gesamten 11. Jahrgang statt, wobei es vor allem darum ging, Unfallgefahren im Straßenverkehr aufzuzeigen, eigene Entscheidungsspielräume aufzuzeigen und emotional herauszustellen, was Unfälle mit Angehörigen und Freund:innen macht.

So wurde deutlich, dass im Schnitt 113 Personen schwer davon betroffen sind, wenn eine Person durch einem Verkehrsunfall verstirbt.

Die größte Risikogruppe als Unfallverursachende sind junge, dabei vor allem männliche Erwachsene. Eindrücklich appellierte Frau Jüttner von der Polizeidirektion Göttingen an die Verantwortung eines jeden einzelnen und an die Möglichkeit sich zu entscheiden. Hängen bleibt der Satz: "Ein Unfall passiert nicht - ein Unfall wird verursacht!": Hauptrisikofaktoren sind Ablenkung durchs Handy, Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeit. Und ja, es verlangt auch Mut für sich und andere Verantwortung zu übernehmen und bspw. einzufordern: "Fahr langsamer" oder "Lass uns ein Taxi nehmen".

Insbesondere der Film, der den Tod eines Fahranfängers aufbereitet hat, war für alle sehr berührend und bedrückend. Während die Eltern des Unfallopfers schilderten, wie sie die Nachricht von dem Unfalltod ihres 18jährigen Sohnes bekamen und der Polizist seine Einschätzungen vom Unfallort mitteilte, waren die Schüler:innen deutlich betroffen.

Nach diesem eindringlichen Vortrag, der auch immer wieder betont hat, an welchen Stellen jeder und jede eingreifen und Entscheidungen treffen kann, die Unfälle verhindern, konnten an vier Stationen praktische Erfahrungen gesammelt werden, was bspw. ein erhöhter Promille-Pegel mit der Reaktionsfähigkeit macht. Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) hat bspw. einen Smart mit Fahrsimulator mitgebracht und mit der Promille-Brille auf der Nase sind viele Rehe, aber auch Radfahrer und  Autos digital touchiert worden.

Auch das Bremsverhalten auf dem E-Scooter veränderte sich stark mit der Promille-Brille. Es wurde viel gelacht, aber da der Vortrag noch mitschwang, hörte man auch viel: "Das ist ja krass - ich habe das echt falsch eingeschätzt". Die Johanniter und unser OHG Schulsanitätsdienst haben zudem noch mal an vier Puppen ausprobieren lassen, wie die Herzdruckmassage funktioniert und was man eigentlich macht, wenn man als Ersthelfer:in an einen Unfallort kommt.

Wir hoffen sehr, dass dieser Tag die Sensibilität für die eigene Verantwortung im Straßenverkehr etwas erhöht und Möglichkeiten aufgezeigt hat, wie man sich im Straßenverkehr sicher und verantwortungsvoll verhält.

Wir danken ausdrücklich Jörg Arnecke und seinen beiden ehrenamtlichen Mitstreitern vom BADS, die extra aus Bremen angereist sind, Frau Jüttner (Polizeioberkomissarin und Verkehrsberaterin der Polizeiinspektion Göttingen), den Johannitern und unserem Schulsanitätsdienst und nicht zuletzt dem Förderverein des OHG, der die Veranstaltung finanziell unterstützt und so erst möglich gemacht hat.

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