Theaterworkshop
Träume deine Zukunft
Berufsorientierung mit der Schauspielerin und ehemaligen OHG-Schülerin Dagny Dewath
(ber.) Ein neues Workshopformat fand während der mündlichen Abiturprüfungen für Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs statt. Zum ersten Mal gab es die Möglichkeit sich über den Beruf des Schauspielers/der Schauspielerin zu informieren und ihn in praktischen Übungen und Improvisationen zu erproben.

Ein Zufall führte dazu, dass dieser Workshop zustande kam, denn die beiden versierten Netzwerker*innen Petra Siebert und Rainer Köster – die Initiator*innen des Alumnivereins – sahen vor ein paar Monaten ihre ehemalige Schülerin Dagny Dewath vom 2001er Abi in einer Fernsehproduktion, kontaktierten sie und tüteten den Workshop ein.
Maxton Hall, Frühling, der Bergdoktor sind nur einige der ca. 50 Produktionen, in denen Dagny Dewath bisher mitgewirkt hat.
Im Theaterraum des OHG erzählte Dagny Dewath im ersten Teil des Workshops von ihrem unbedingten Wunsch Schauspielerin zu werden, der sie zunächst von Nordhessen ans OHG wechseln ließ, weil bei uns das Fach Darstellendes Spiel auf dem Lehrplan stand. Auch im Jungen Theater stand sie bald auf der Bühne und konnte nach dem Abi eine Schauspielausbildung in Dortmund anschließen. Bis heute spürt man ihre Begeisterung für diesen, wie sie sagt „glücksspendenden Beruf“.

Darüber, dass auch Angst und Zukunftssorgen Begleiter auf diesem Weg waren, berichtete sie ebenso offen wie über die Hintergrundarbeit, die der Beruf mit sich bringt. Nur knapp ein Drittel der Arbeit seien Drehtage, während der größere Teil sich um Castings, Pflege des Internetauftrittes und Kontakt mit der betreuenden Agentur drehe.
Nachdem alle Fragen der Teilnehmenden beantwortet waren, ging es auf die Bühne. Körperarbeit und Improvisationen in verschiedenen Konstellationen zeigten, dass die Schüler*innen sich mit großer Spiel- und Experimentierfreude auf den 5-stündigen Workshop einließen und die Szenen an einer Supermarktkasse, im Krankenhaus, zwischen Vater und Sohn, auf dem Fußballplatz und auf Safari hatten durchaus Aufführungspotential.
Sich für diese kleinen Rollen vorzustellen, man habe einen Eisblock um Kopf und Schultern, die Sonne im Bauch oder sei tief in der Erde verwurzelt – Übungen, die zur Vorbereitung gemacht wurden – war sehr wirkungsvoll.
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Den Abschluss bildet eine Improvisation, die die Teilnehmenden auf eine innere Reise in die eigene Zukunft schickte. Worauf wollten sie in 20 oder 70 Jahren froh oder stolz zurückblicken? Aus der Requisite wurden Hüte, Kleidungsstücke und Koffer geholt und aus dem Stehgreif kurze Soloszenen improvisiert, die die vielfältigen Wünsche und Träume der einzelnen auf die Bühne brachten. „Menschen helfen, die Welt bereisen, einen Oldtimer oder viele Tiere besitzen“ kamen dabei ebenso vor wie konkrete Berufswünsche wie Anwältin, Tierärztin oder Prinzessin und die Vorstellung von einer Familie mit Kindern, einem Haus in Wien oder dem Job eines kochenden Influencers.
Wer weiß, ob ein Alumni- oder Ehemaligentreffen die Gruppe in einigen Jahren wieder zusammenführt und sie rückblickend feststellen können, was aus den Träumen über ihre Zukunft geworden ist.
Dagny Dewath gab ihnen als Abschluss des Workshops einen Tipp mit auf diesen Weg: "Wenn du das Feuer in dir fühlst, ist das ein Zeichen dafür, dass du an dieser Stelle eine große Resonanz verspüren wirst."
Vielen Dank an den Alumni-Verein, der diesen Workshop ermöglicht hat.

