Vorlesetag Jg. 7

Von Büchern und Wölfen

(rau.) Das gab es am OHG in dieser Form noch nie – einen Vorlesetag für die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler. Die 7. Klassen waren in den Theaterraum eingeladen, um sich von Lehrerinnen und Lehrern jeweils eine Schulstunde lang vorlesen zu lassen. In einer Stunde war der Theaterraum allerdings belegt, sodass die Klasse 7c in die Bibliothek ausgewichen ist. Das war vertraut, denn vor zwei Jahren war den Klassen schon einmal vorgelesen worden, und zwar in der Bibliothek, wo man es sich so gut auf den Sofas gemütlich machen kann. Aber der Theaterraum als Vorleseort hat durchaus auch seinen Reiz. Auch wenn einige die Sofas vermissten, weil sie im Theaterraum auf Stühlen saßen, schwärmte doch mancher Siebtklässler von dem roten Samtvorhang und der Beleuchtung. (Dank an Frederik und Robin für die Einrichtung der stimmungsvollen Lichteinstellung!) Manche Siebtklässlerin lobte die konzentrierte Stimmung durch die Fokussierung auf die Bühne. Mehrfach wurde geäußert, dass auch die nächsten 7. Klassen einen solchen Tag bekommen sollten. Vielleicht lässt sich das einrichten…

In diesem Jahr jedenfalls las der Bücherfan und begeisterte Vorleser Herr Weber aus Walter Moers‘ fantasievollem Werk "Die Stadt der träumenden Bücher" vor und entführte die Klasse 7m in eine fantastische Welt der Bücher. Frau Berger hatte sich für die 7a den ersten Band der Animox-Reihe "Das Heulen der Wölfe" von Aimeeé Carter empfehlen lassen. Der Protagonist Simon kann, weil er ein Animox ist, zum Tier werden und sein Onkel kann sich tatsächlich in einen Wolf verwandeln. Auch wenn die Kolleginnen sich nicht abgesprochen hatten, haben auch sich Frau Martens und Frau Rauhaus für die Lesungen für die Klassen 7b, 7c, und 7d für den "Wolf" entschieden. So heißt nämlich das Buch von Saša Stanišić, in dem der Ich-Erzähler auf ein Feriencamp im Wald fahren muss, obwohl er das eigentlich nicht mag, dieses In-der-Natur-sein.

Die Bücher kann man sich in der Schulbibliothek ausleihen.

Vorgelesenbekommen ist ein Geschenk, bei dem man die Möglichkeit hat, sich von Worten und mittels seiner Fantasie in eine neue Welt tragen zu lassen, in der sicher manches unbekannt ist, in der einem manches aber auch sehr bekannt vorkommt. Vorlesen - wie lesen - lädt ein, sich auf andere Personen einzulassen, empathisch eine Figur aus einem Buch mit all ihrem Facetten kennenzulernen. Eine Vorlesestunde erfordert es, sich 40 Minuten lang voll und ganz auf einen Zusammenhang zu konzentrieren.

Die AG "Lesen am OHG" hat diesen Tag organisiert. Er ist eingebettet in das Lesekonzept "Lesen macht stark" am OHG, zu dem Lesetraining, Leseförderung, Lesungen und vieles andere mehr gehören.

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