Our Common Future

(lge.)Das Projekt "OHG an Zukunft – Klimawandel in Göttingen?! FORSCHERfragen" wird im laufenden Schuljahr von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms OUR COMMON FUTURE gefördert.

Das Our Common Future Programm unterstützt Projekte, die "wissenschaftsbasierte Antworten zu Alltagsthemen wie Mobilität, Nahrung und Umwelt geben. Lehrer und Schüler sollen in gemeinsamen Projekten mit Wissenschaftlern die aktuellen Erkenntnisse der Nachhaltigkeitsforschung und konkrete Handlungsalternativen aktiv entdecken".

Robert-Bosch-Stiftung: https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/our-common-future

Drei Arbeitsphasen, (OUR PAST CLIMATE, OUR PRESENT CLIMATE und OUR FUTURE CLIMATE), die sich mit der Entwicklung der Klimaelemente auf lokaler Ebene befassen, bilden den Rahmen der Projektarbeit. Der WPU-Kurs im Jahrgang 9 "Gesellschaftswissenschaften" unter der Leitung von Tanja Lange-Erasmi (Erdkunde) und Christopher Schlienz (Geschichte, Politik) befasst sich dabei mit Forscherfragen zum Klimawandel und seinen spezifischen Auswirkungen auf die Heimatregion der Schülerinnen und Schüler.

Die Idee zum aktuellen Projekt entstand im Rahmen der Kooperation des Fachbereichs Erdkunde am OHG mit dem Geographischen Institut der Universität Göttingen.

Zu allen drei Projektphasen stehen unterrichtsbegleitend Workshops und Exkursionen an, die unter der Leitung von Dr. Tobias Reeh vom Geographischen Institut der Universtät Göttingen von Wissenschaftlern betreut werden.

"Wird es jetzt wirklich immer heißer?" "Wird es in der Zukunft vermehrt Extremniederschlags- und Hochwasserereignisse geben?" "Müssen wir häufiger mit Tornados rechnen?" "Was bedeutet das für uns in der Region Göttingen?" "Wie kann vor meiner Haustür vorgesorgt werden?" sind nur einige der Forscherfragen, die die Schülerinnen und Schüler beschäftigen.

Das Projekt ist damit zudem ein weiterer Baustein für das Curriculum Bildung für Nachhaltige Entwicklung am OHG, welches nicht erst seit den Projekttagen zum Thema im vergangenen Schuljahr sukzessive und systematisch erweitert wird.

Wir werden berichten und es bleibt -hoffentlich!- spannend!

 

Our past climate

Ergebnisse präsentiert

Posterpräsentation am OHG und bei der Nacht des Wissens

 (lge.)Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 aus dem von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Klimawandel Projekt-WPU "OUR COMMON FUTURE" konnten nun vor den Wissenschaftlern vom Geographischen Institut der Universität Göttingen ihre Ergebnisse der letzten Arbeitsphase präsentieren.

Seit November hatten sie sich nach intensiver Datenrecherche im Stadtarchiv, beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und dem DWD (Deutscher Wetterdienst) mit den Entwicklungen und Zusammenhängen von Niederschlagsextremereignissen, Temperaturextremereignissen und Hochwasserereignissen in Göttingen in den letzten 60 Jahren beschäftigt.

Sie stellten dabei mit Blick auf den Klimawandel Thesen auf und überprüften diese mithilfe der recherchierten Daten. Mit Blick auf die Temperaturentwicklung konnten dabei eindeutige Aussagen zur Spürbarkeit des Klimawandels in Göttingen gemacht werden, während sich die Auswertung und Interpretation der Niederschlagsdaten und Hochwasserereignisse komplexer gestaltete.

Dr. Tobias Reeh zeigte sich begeistert von den Ergebnissen und den von den Schülerinnen und Schülern mit Hilfe der studentischen Hilfskraft Marius Schlote herausgearbeiteten Zusammenhängen, die die Grundlage für weitere Forschungsvorhaben liefern.

Die Ergebnisse wurden in eifriger Arbeit im Computerraum des Geographischen Instituts auf vier DIN A0- Präsentationspostern zusammengestellt, die zunächst im Rahmen der Nacht des Wissens (25./26.01.19) am Geographischen Institut und später auch in der Schule für die Öffentlichkeit ausgestellt werden werden.

Bei der Nacht des Wissens:

Leineexkursion

Leineexkursion

(lge.) Auf den Spuren von Extremwetterereignissen und ihren Auswirkungen begab sich der WPU am Freitag, 21.09.18 begleitet von heftigen Sturmböen auf eine Exkursion entlang der Leine.

Dr. Steffen Möller und Dr. Tobias Reeh vom Geographischen Institut der Uni Göttingen hatten diese für die Schülerinnen und Schüler vorbereitet. Im Fokus standen Extremregenereignisse der Vergangenheit, damit verbundene Hochwasserereignisse in Göttingen sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Leinebereich.

Die Schülerinnen und Schüler konnten anhand von Hochwassergefahrenkarten für ein sogenanntes 100-jähriges Hochwasser sowie für ein noch selteneres Extremereignis gefährdete Bereiche ausmachen und so u.a. feststellen, dass im Falle eines Extremereignisses auch die Gebiete um das OHG überflutet werden könnten, dass z.B. der Südhof unter Umständen wie eine große Badewanne volllaufen würde.

Hochwassermarke von 1909 an einem Haus in der Leinestraße

Im Bereich der Eisenbahnbrücke simulierte der Kurs durch Aufstellung das Volumen der Wassermenge, die beim bislang größten Hochwasserereignis 1981 innerhalb einer Sekunde diesen Bereich zusätzlich passiert hatte.

Im Bereich der Eisenbahnbrücke

Mit Hilfe von alten Postkarten zum Hochwasser aus dem Jahr 1909 zum Vergleich (z.B. im Bereich Rosdorfer Brücke) wurde der extrem hohe Wasserstand der Leine während des Hochwassers deutlich.

Postkarte vom Hochwasser 1909 und Situation heute im direkten Vergleich

Daten von der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Geismar sowie von der Pegelmessstation an der Leine unterstreichen den Zusammenhang zwischen extremen Niederschlagsereignissen und Hochwassern, machten aber auch die Rolle von verbesserten Hochwasserschutzmaßnahmen deutlich. So gab es am 22.06.2017 die höchste jemals in Göttingen gemessenene Tagesniederschlagssumme (72,3 mm), die leicht über dem Wert vom 03.06.1981 (70,2mm) lag, anders als 1981 wirkte sich dies allerdings nicht extrem auf den Pegelstand der Leine im Stadtbereich aus. Dies hängt unter anderem mit der Einrichtung des Schöpf- und Pumpwerkes zwischen Leinekanal und Leine in unmittelbarer Nähe des OHGs im Jahr 2007 sowie mit den seit 2002 getroffenen Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Kiessees (u.a. Flüthewehr, Entlastungsbauwerk direkt am Kiessee) zusammen.

Dr. Steffen Möller erklärt die Funktion des Entlastungsbauwerkes am Kiessee

Gerade rechtzeitig vor Einsetzen des Starkregens am Mittag konnte der Kurs Schutz im Linienbus finden, der alle sicher zum OHG zurückbrachte.

 

Weitere Informationen zum Thema Hochwasser in Göttingen finden sich unter:

http://www.goest.de/hochwasser.htm

Besuch im Stadtarchiv

 

Auf den Spuren des Göttinger Klimas der Vergangenheit machten sich die Schülerinnen und Schüler des OUR COMMON FUTURE WPUs am Mittwoch Nachmittag (12.09.18) auf ins Stadtarchiv um dort Nachforschungen anzustellen.

Bevor in alten Zeitschriften, Urkunden, Akten und Briefen zum Thema Extremwetterereignisse geforscht wurde, gab es zunächst eine Einführung von Archivmitarbeiter Rolf Kohlstedt. Der Historiker erklärte den staunenden Schülerinnen und Schülern, dass zu den Archivbeständen ca. 4.500 laufende Meter Urkunden, Briefe, Amtsbücher und Akten vom 13. Jahrhundert an bis in die Gegenwart gehören und dass das Stadtarchiv außerdem eine fast vollständige Reihe aller Göttinger Zeitungen sowie bedeutende Sammlungen von studentischen Stammbüchern des 18. und 19. Jahrhunderts, Autographen, Plakaten und Karten/Plänen in seinen Archivbeständen vorzuweisen hat.

Besonders beeindruckend war die Ausgabe des Göttinger Tageblatts vom 12.09.1918.

Bei ungewöhnlicher Hitze begannen anschließend die Köpfe zu rauchen – es konnten viele interessante Fakten zu Extremwetterereignissen aus den Archivalien herausgearbeitet werden – so zum Beispiel zu extremen Niederschlagsereignissen und in deren Folge Hochwassern - in den Jahren 1909, 1940, 1976 und 1981. Weitere Recherchen, Auswertungen und Vergleiche mit Wetterdaten aus diesen Jahren stehen an.

 

 

Auftaktveranstaltung Our Common Future

(lge.)"Wird es jetzt wirklich immer heißer?" "Wird es in der Zukunft extreme Starkregen- und Hochwasserereignisse geben?" "Müssen wir häufiger mit Tornados rechnen?" "Was bedeutet das für uns in der Region Göttingen?" "Wie kann vor meiner Haustür vorgesorgt werden?"

Dies sind nur einige der möglichen Fragen, die die Schüler und Schülerinnen des WPU-Kurses Gesellschaftswissenschaften der Jahrgangsstufe 9 im aktuellen Schuljahr beschäftigen werden.

Förderung durch Robert-Bosch-Stiftung

Ihr Projekt "OHG an Zukunft – Klimawandel in Göttingen?! FORSCHERfragen" wird von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms OUR COMMON FUTURE gefördert. In der vergangenen Woche fand die Auftaktveranstaltung mit den beteiligten Wissenschaftlern statt.

Das Programm Our Common Future unterstützt Projekte, die "wissenschaftsbasierte Antworten zu Alltagsthemen wie Mobilität, Nahrung und Umwelt geben. Lehrer und Schüler sollen in gemeinsamen Projekten mit Wissenschaftlern die aktuellen Erkenntnisse der Nachhaltigkeitsforschung und konkrete Handlungsalternativen aktiv entdecken" (Robert-Bosch-Stiftung: https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/our-common-future).

Kooperationsprojekt mit dem Geographischen Institut

Die Idee zum Projekt entstand im Rahmen der Kooperation des Fachbereichs Erdkunde am OHG mit dem Geographischen Institut der Universität Göttingen. Schon in vergangenen Schuljahren hatten sich Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung von Wissenschaftlern und Studierenden des Geographischen Instituts mit aktuellen Fragen im Bereich Nachhaltigkeit befasst.

Im laufenden Schuljahr wird sich der WPU-Kurs Gesellschaftswissenschaften unter der Leitung von Tanja Lange-Erasmi (Erdkunde) und Christopher Schlienz (Geschichte, Politik) nun mit "Forscherfragen" zum Thema Klimawandel und seinen spezifischen Auswirkungen auf die Region Göttingen beschäftigen.

Ziel des Projektes ist es, dass die Herausforderungen des Klimawandels erkannt werden, das gesellschaftspolitische Bewusstsein geweckt wird und den Jugendlichen darüber hinaus die oftmals beschriebene gefühlte Ohnmacht mit Blick auf eigene Handlungsmöglichkeiten genommen wird.

Der Kurs soll zeigen, wie Klimadaten Aufschluss darüber geben, inwiefern sich das „Klimasystem Erde“ verändert, und wie solche Prognosen die Wissensgrundlage für Entscheidungen liefern, die auf kommunaler Ebene getroffen werden und die auch die Schülerinnen und Schüler selbst mit beeinflussen können.

Drei Projektphasen mit Workshops und Exkursionen

Das Projekt wird drei Arbeitsphasen umfassen, die zunächst die historische Entwicklung des Klimas, anschließend die aktuelle Klimasituation sowie schließlich mögliche zukünftige Entwicklungen in Augenschein nehmen werden.

Zu allen drei Projektphasen stehen unterrichtsbegleitend Workshops und Exkursionen an, die unter der Leitung von Dr. Tobias Reeh vom Geographischen Institut der Universtät Göttingen von Wissenschaftlern betreut werden. Mit ihrer Hilfe können Forschungsmethoden verstanden und mit Unterstützung vor Ort eingesetzt werden. Die Neuntklässler entwickeln somit nicht nur eigene Forscherfragen, sondern können Forscher (be-)fragen sowie aktuelle und zukünftige Entwicklungen forschend (hinter-) fragen.

Die Kursteilnehmer werden dramatische Hochwasserereignisse der Vergangenheit im Göttinger Raum betrachten, können mit Messgeräten der Universität eigene Daten zum aktuellen Lokalklima erheben, beschreiben, auswerten und interpretieren und schließlich eigene Anpassungs- und Vermeidungsstrategien für die Stadt Göttingen und ihren Heimatort entwickeln.

Wie kann sich mein Dorf vor Sturzfluten schützen? Brauchen wir Sandsäcke? Wo können Ausgleichsflächen entstehen? Vor welchen Herausforderungen steht der landwirtschaftliche Betrieb "um die Ecke"? sind erste konkrete Fragen, die im Kurs geäußert wurden.

Das Geographische Institut und das OHG kooperieren im Rahmen des Projekts mit dem Stadtarchiv und der Stabsstelle für Klimaschutz und Energie der Stadt Göttingen, sowie mit der Biogasanlage Krebeck-Wollbrandshausen. Weitere Exkursionen stehen u.a. zur Freilandklimastation der Abteilung Physische Geographie in Ebergötzen, zum Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (Talsperre Wendebach) sowie ins Klimahaus nach Bremerhaven an.

Wir werden berichten und es bleibt -hoffentlich!- spannend!

Our present climate

WPU-Kurs erstellt Actionbound-Thementour

Thementour ist bald online

Unser WPU-Kurs "OUR COMMON FUTURE" der 9. Klassen beschäftigte sich in den vergangenen Unterrichtsstunden mit aktuellen und zukünftigen Klimaschutzaktionen in Göttingen. Dazu besuchten wir zunächst die Stabsstelle für Klimaschutz im Neuen Rathaus in Göttingen um Informationen über Planungen in der Stadtverwaltung zu bekommen.

Mit Hilfe der App "Actionbound“ erstellten wir anschließend unseren eigenen "Bound", also eine Thementour zum Thema Klimaschutz in Göttingen. Dies taten wir als Überleitung vom Projektteil OUR PRESENT CLIMATE zur nächsten Phase des Projekts OUR FUTURE CLIMATE. Dazu recherchierten wir im Internet zu verschiedenen Orten und Aktionen in Göttingen, gingen diesen später vor Ort nach und schrieben Quiz-Fragen zu den besuchten Orten auf.

Zusammen mit Fotos ordneten wir sie in dem Programm zu einer Thementour zusammen. Parallel dazu bekamen wir einen vierstündigen "Nachhilfekurs" von Herrn Dr. Erasmi vom Geographischen Institut zum Thema "Arbeiten mit GIS Programmen" und konnten unsere eigene Karte zum Thema Klimaschutz in Göttingen erstellen. Für diesen Kurs fuhren wir freitags in unserer 5. und 6. Stunde ins Geographische Institut.

Bald wird unsere Thementour online zum Ausprobieren bereit stehen.

Zusammengestellt aus Berichten von Simon und Eileen, 9C, Carlotta, 9B, und Lukas, 9D

WPU-Kurs auf Exkursion im Klimahaus

Exkursion nach Bremerhaven

(lge.)Als Highlight im Our-Common-Future-Kurs stand nun die 2-tägige Exkursion nach Bremerhaven an. Nachdem am ersten Tag im Klimahaus die traditionelle Reise durch die Klimazonen entlang des 8.Längengrades Ost (und damit auch des 172. Längengrades West!) unternommen wurde, besuchte der Kurs am Samstag Workshops zum Thema Klimawandel.

Im World-Future Lab konnte die Gruppe spielerisch Erfahrungen zu den Bereichen machen und anschließend eigene kreative Ideen für Veränderung andenken und anhand von Modellentwürfen vertiefen.

In einem weiteren Workshop zum Extremwettergeschehen in der näheren Vergangenheit wurde noch einmal die Aktualität und Dringlichkeit des Themas Klimawandel deutlich.

Im Verlauf der Exkursion kamen auch verschiedene Ideen zur Umsetzung im Schulleben auf, die einige Kursteilnehmer unbedingt weiter verfolgen möchten.

Und hier unser Bericht zur Exkursion.

 

WPU-Kurs besucht Biogasanlage

Biogasanlagen: Klimaschützer?

(lge.) Biogasanlagen – ein Beitrag zum Klimaschutz oder Verursacher von Flächennutzungskonflikten und einer "Vermaisung der Landschaft"?

Vor der Auseinandersetzung mit dieser durch die öffentlich-politische Diskussion motivierten Frage wollten die Schülerinnen und Schüler vom OUR COMMON FUTURE-WPU zunächst einmal Grundsätzliches zum Thema Biogasanlagen erfahren.

Wie wird eigentlich aus Maispflanzen und Gülle Strom? Wie kann man mit Biogas gleichzeitig Gebäude beheizen? Und wie kommen Strom und Fernwärme überhaupt von der Anlage zu den Häusern?

Sind Biogasanlagen gefährlich? Ist Strom aus Biogasanlagen nicht viel zu teuer?

Diese und weitere Fragen wurden zum Teil bereits im der Exkursion vorausgehenden Unterricht unter der fachlichen Anleitung von unserem Hausmeister Herrn Döring, der Mitbegründer der Genossenschaft der Biogasanlage war, besprochen und diskutiert.

Genaueste Antworten gibt es hier: http://www.biowk.de/

Umso beeindruckender war es, die tatsächlichen Dimensionen der Anlage mit ihren riesigen Silos, Gärbehältern, Blockheizkraftwerken und Spitzenlastkesseln mit selbst zu sehen, zu hören, zu fühlen und zu riechen (auf das Schmecken wurde verzichtet).

Vorstandsvorsitzender Karl Heine führte die Gruppe, die von Herrn Schlienz, Dr. Tobias Reeh, Dr. Steffen Möller, Marius Schlote und Frau Lange-Erasmi begleitet wurde, über die Anlage und gab spannende Hintergrundinformationen zur Entwicklung und zum aktuellen Betrieb.

Begrüßung durch den Vorstandvorsitzenden Karl Heine

Das der Biogasanlage zugrunde liegende Prinzip war den Schülerinnen und Schülern schnell klar:

Das in den Gärbehältern entstehende Gas treibt die riesigen Motoren in den Blockheizkraftwerken an – diese speisen das Stromnetz. Die in den Blockheizkraftwerken entstehende Abwärme wird zum Heizen der Gebäude genutzt.


Das Fernwärmenetz der Anlage umfasst mehr als 10 Kilometer und versorgt derzeit 221 Gebäude in den beiden Orten Krebeck und Wollbrandshausen. Die Anlage erzeugt bis zu 30 Millionen Kilowattstunden Strom – für Spitzenlastzeiten ist es zudem möglich, begrenzt „Strom zu speichern“.



Motoren im BHKW Wollbrandshausen

Überraschend war, dass die Idee zum Bau einer Biogasanlage im Jahr 2005 aus der Bevölkerung der beiden Dörfer stammte und dass das gemeinsame Energieprojekt die Bürgerinnen und Bürger auch auf anderen Ebenen enger zusammen rücken ließ.

Übergabestation am Gebäude

Die Befürchtung (des Kurses, aber auch der Bevölkerung vor Inbetriebnahme der Anlage), dass in der Umgebung durch die Biogasanlage Mais-Monokulturen entstehen könnten, spielt in Krebeck-Wollbrandshausen nach Herrn Döring und Herrn Heine keine Rolle, da eine große Anzahl an Landwirten über Verträge zur Maiszulieferung verfügt und somit die Fruchtwechsel gewährleistet sind. Auch habe sich die Struktur der in der Region angebauten Produkte nicht verändert. Die Strompreise sind im Moment durchaus mit denen großer Energiezulieferer vergleichbar.

Das vorgestellte Projekt kann also als erfolgreicher Beitrag zum Klimaschutz betrachtet werden, auch wenn die Betreiber zunehmend mit den veränderten Förderbedingungen, Auflagen und Prüfungen der Anlage zu kämpfen haben und für eine langfristige Zukunft Lösungen gefunden werden müssen.

Durchgefroren, aber beeindruckt von dieser Exkursion, die die Möglichkeit zum Lernen mit (fast) allen Sinnen gab, konnten die Schülerinnen und Schüler schließlich am Freitag Nachmittag ins sonnige Wochenende starten.

Aufgewogen: Der OCF WPU!

WPU-Kurs lernt vor Ort in Ebergötzen

Exkursion zur Freilandklimastation

(lge.)Am 20.02.19 unternahm der OUR COMMON FUTURE WPU des Jahrgangs 9 eine weitere spannende Exkursion – diesmal zur Freilandklimastation der Abteilung Physische Geographie des Geographischen Instituts der Georg-August Universität Göttingen in Ebergötzen.

Nach einer kurzen Einführung in physiogeographische Grundlagen und Charakteristika der Region (Relief, Gestein, Boden) lernten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Messgeräte für Niederschlag, Schneehöhe, Einstrahlung, Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windrichtung und Windstärke an drei Standorten kennen und setzten die Messungen zur aktuellen Wetterlage in Bezug. Die Tatsache, dass die Winterjacken Mitte Februar eher als zu warm empfunden wurden, erinnerte auch an die Frage nach der aktuellen Spürbarkeit des Klimawandels.

Hier erklärt Dr. Steffen Mölle die Entstehung von Buntsandstein

An der Freilandklimastation

Vergleich der abgelesenen Daten an der Station mit der aktuellen Wetterkarte

Das landschaftsökologische Forschungs- und Lehrprojekt der Universität betreibt neben der Freiland-Klimastation zwei weitere Klimastationen im westlich daran angrenzenden Wald – hier sollen zunächst die Unterschiede zwischen den Daten der Stationen im Freiland und im Wald untersucht werden.

Zudem werden innerhalb des westlich angrenzenden Waldes an zwei gegenüberliegenden Hängen Klimadaten erhoben. Hier geht es um den Vergleich von Nordhang und Südhang mit Blick auf Wasser – und Nährstoffkreisläufe in einem Buchenwald vor dem Hintergrund unterschiedlicher Sonneneinstrahlung und damit verbundener Verdunstung.

Bodenprofil im Waldbereich

Untersuchung des Stammabflusses am Südhang

Die Schülerinnen und Schüler konnten unter Anleitung von Dr. Steffen Möller, Dr. Tobias Reeh sowie den studentischen Hilfskräften Malena Tabea Andernach und Marius Schlote einen Einblick in landschaftsökologische Fragestellungen und Messmethoden bekommen, ihr Chemiewissen auffrischen und nebenbei – für einige etwas ganz Neues – Wald- und Landluft schnuppern.

Our future climate

OHG-Delegation beim Jugendkongress

(lge.)Auf Einladung der Robert-Bosch-Stiftung war nun eine Abordnung aus dem Klimawandel-Projekt-WPU Gesellschaftswissenschaften des 9. Jahrgangs vom 23. bis 25.05.19 beim Jugendkongress der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart, um die Ergebnisse der Projektarbeit zu präsentieren und sich mit anderen Projektgruppen auszutauschen.

Für das OHG waren Simon Ahlborn und Eileen Teuteberg aus der 9C, begleitet von Herrn Schlienz und Frau Lange-Erasmi sowie Dr. Reeh vom Geographischen Institut auf dem Jugendkongress vertreten.


Das seit August 2018 von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt "OHG an Zukunft – Klimawandel in Göttingen? Forscherfragen" – stellt den lokalen Kontext des Klimawandels in den Fokus. In drei Projektphasen (Our Past Climate, Our Present Climate, Our Future Climate) arbeiten die Schüler*innen des Projekt-WPUs des 9. Jahrgangs in Workshops und Exkursionen unterrrichtsbegleitend mit Unterstützung von Wissenschaftler*innen des Geographischen Instituts der Georg-August-Universität zum Thema lokale Klimaveränderungen und erforschen dabei neben regionalen Klimaveränderungen auch Anpassungs- und Vermeidungsstrategien mit Blick auf eigene Partizipationsmöglichkeiten.

Wer sich einen Überblick über die Spannbreite des Programms verschaffen möchte, findet hier den Link.

24 bundesweit geförderte Projektgruppen, jeweils bestehend aus einem/einer Vertreter*in der kooperierenden Universität, mindestens einem/einer Lehrer*in der jeweiligen Schule sowie einer zwei- bis dreiköpfigen Schüler*innen-Delegation, hatten die Möglichkeit, ihre Projekte im Stuttgarter Wizemann-Areal zu präsentieren und sich auszutauschen.

Der Bericht von Eileen über den Jugendkongress 2019 "Our Common Future" in Stuttgart

Donnerstag 23.05.2019

Am Donnerstag, den 23.05.19 sind wir um 13:16 Uhr am Bahnhof in Göttingen mit dem Zug nach Stuttgart losgefahren um den Jugendkongress zu besuchen und waren ca. drei Stunden unterwegs. Am Stuttgarter Bahnhof sind wir dann mit der S-Bahn weitergefahren und sind dann fast direkt vor der Jugendherberge ausgestiegen. Mit einem Fahrstuhl sind wir schließlich zur Rezeption runtergefahren und haben unsere Zimmerkarten bekommen. Jede Gruppe, die für den Kongress angereist war, hat dann ein Foto mit einer Polaroidkamera machen lassen und dieses Foto wurde dann an eine Deutschlandkarte angepinnt, damit jeder sehen konnte, von wo die Gruppen alle angereist waren. Danach haben wir ein Programmheft in die Hand gedrückt bekommen und sind erstmal auf unsere Zimmer gegangen und haben unsere Mitbewohner kennengelernt.

Den Rest des Tages hatten wir dann Zeit, um durch die Stadt zu schlendern und uns Stuttgart anzuschauen. Um 18:00 Uhr gab es Abendessen, was zwar etwas nach Nichts geschmeckt hat, aber trotzdem lecker war. Wir sind danach auf unsereZimmer gegangen und haben uns früh schlafen gelegt, weil wir am nächsten Morgen früh aufstehen mussten.


Freitag 24.05.2019

Am nächsten Morgen sind wir um 06:00 Uhr aufgestanden und sind um sieben frühstücken gegangen. Danach haben wir unsere Materialien für unseren Stand zusammengesucht und wurden um acht Uhr mit einem gebuchten Bus bis zur Kongresshalle gefahren.Wir hatten ungefähr eine Stunde Zeit um alles aufzubauen und fertig zu machen. Um 09:45 Uhr wurden alle Teilnehmer offiziell begrüßt und der Zeitplan nochmal wiederholt. Nach der Begrüßung konnten wir die anderen Stände erforschen und uns das Erarbeitete der Gruppen erklären lassen. Nach der Erkundung hatten wir Mittagspause und haben lecker zu Mittag gegessen. Es gab nur vegetarische oder vegane Gerichte, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Um 13:30 Uhr wurde ein Keynote-Vortrag über die Luftqualität in Stuttgart gehalten und über Stuttgarts Kessellage. Nach dem Vortrag haben wir eine Einführung für ein Planspiel bekommen, das sich auch um das Thema Luftqualität in Stuttgart drehte. Danach wurden wir in verschiedene Großgruppen aufgeteilt, die an verschiedene Orte gegangen sind, um so viele verschiedene Informationen über Probleme und Lösungen von und für Stuttgarts Luftqualitätsproblem wie möglich zu finden. Das haben wir gemacht, um für die am nächsten Tag folgenden Debatten vorbereitet zu sein.

Die Exkursionen waren alle interessant und es war informativ und spannend sich die Vorträge anzuhöhren. Auch wenn der Tag anstrengend war, hat es Spaß gemacht sich in den Gruppen die Informationen zu holen und auch Neues zu erfahren. Wir haben uns alle etwas kennengelernt und hatten alle etwas zu erzählen, als wir uns zum Abendessen wiedergetroffen haben. Um 20:00 Uhr wurden wir dann mit dem Bus zur Jugendherberge gebracht und sind dann auf unsere Zimmer gegangen.

Samstag 25.05.2019

Am Samstag sind wir wieder um 06:00 Uhr aufgestanden und haben auch wieder um sieben gefrühstückt. Wieder in der Kongresshalle angekommen, haben wir auch gleich unsere Zuweisungen bekommen, wie wir unsere Gruppen neu mischen sollten. Wir wurden so aufgeteilt, dass jeder, der in einer Gruppe war, aus einer anderen Exkursionsgruppe war (Gruppenpuzzle). Dass wir also mehrere Quellen hatten, aus denen wir unsere Informationen bekommen konnten. Wir haben dann darüber geredet und diskutiert, wie man die Luft in Stuttgart verbessern kann und was überhaupt die größten Probleme sind. Wir haben dann unsere Ergebnisse auf eine Leinwand gebracht und haben uns auf deren Präsentation vorbereitet.

Als alle fertig waren, haben alle ihre Ergebnisse präsentiert und die, die gerade nicht dran waren, haben aufmerksam zugehört.

Wir konnten leider nicht bis zum Ende aller Präsentationen bleiben, weil wir unsere Bahn zum Bahnhof bekommen mussten. Aber das, was wir mitbekommen haben war, dass die meisten Ergebnisse ähnlich waren und alle festgestellt haben, dass man nicht nur an Fahrzeugen und Kraftwerken etwas verändern muss, sondern sich auch die Menschen mit ihrem Verhalten verändern und anpassen müssen, damit sich nicht nur die Luftqualität in Stuttgart verbessert, sondern auch, dass Stuttgart erst der Anfang von allem sein könnte, um bessere Lebensqualität für alle folgenden Generationen zu schaffen, damit sie nicht nur noch darauf warten müssen, bis das Leben auf der Erde so wie wir sie kennen, in ferner Zukunft nicht mehr möglich ist.

Als wir dann gegen Nachmittag wieder in Göttingen waren, haben wir uns verabschiedet und sind nach Hause gefahren, um uns von den aufregenden Tagen zu erholen.

Eindrücke

Insgesamt war diese Fahrt eine gute Möglichkeit, neue Sichten kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, dass man erfahren kann, wie man als Schüler oder Student dazu beitragen kann, dass sich ewas verändern kann. Auch konnten wir sehen, dass wir mit unserer Meinung, dass sich etwas verändern muss, nicht allein sind und dass es auch mögliche Wege gibt, um etwas zu verändern. Diese Wege und Möglichkeiten muss man nur erkennen und nutzen, und sich selbst einbringen.