Our Common Future

(lge.)Das Projekt "OHG an Zukunft – Klimawandel in Göttingen?! FORSCHERfragen" wird im laufenden Schuljahr von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms OUR COMMON FUTURE gefördert.

Das Our Common Future Programm unterstützt Projekte, die "wissenschaftsbasierte Antworten zu Alltagsthemen wie Mobilität, Nahrung und Umwelt geben. Lehrer und Schüler sollen in gemeinsamen Projekten mit Wissenschaftlern die aktuellen Erkenntnisse der Nachhaltigkeitsforschung und konkrete Handlungsalternativen aktiv entdecken".

Robert-Bosch-Stiftung: https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/our-common-future

Drei Arbeitsphasen, (OUR PAST CLIMATE, OUR PRESENT CLIMATE und OUR FUTURE CLIMATE), die sich mit der Entwicklung der Klimaelemente auf lokaler Ebene befassen, bilden den Rahmen der Projektarbeit. Der WPU-Kurs im Jahrgang 9 "Gesellschaftswissenschaften" unter der Leitung von Tanja Lange-Erasmi (Erdkunde) und Christopher Schlienz (Geschichte, Politik) befasst sich dabei mit Forscherfragen zum Klimawandel und seinen spezifischen Auswirkungen auf die Heimatregion der Schülerinnen und Schüler.

Die Idee zum aktuellen Projekt entstand im Rahmen der Kooperation des Fachbereichs Erdkunde am OHG mit dem Geographischen Institut der Universität Göttingen.

Zu allen drei Projektphasen stehen unterrichtsbegleitend Workshops und Exkursionen an, die unter der Leitung von Dr. Tobias Reeh vom Geographischen Institut der Universtät Göttingen von Wissenschaftlern betreut werden.

"Wird es jetzt wirklich immer heißer?" "Wird es in der Zukunft vermehrt Extremniederschlags- und Hochwasserereignisse geben?" "Müssen wir häufiger mit Tornados rechnen?" "Was bedeutet das für uns in der Region Göttingen?" "Wie kann vor meiner Haustür vorgesorgt werden?" sind nur einige der Forscherfragen, die die Schülerinnen und Schüler beschäftigen.

Das Projekt ist damit zudem ein weiterer Baustein für das Curriculum Bildung für Nachhaltige Entwicklung am OHG, welches nicht erst seit den Projekttagen zum Thema im vergangenen Schuljahr sukzessive und systematisch erweitert wird.

Wir werden berichten und es bleibt -hoffentlich!- spannend!

 

Our past climate

Leineexkursion

Leineexkursion

(lge.) Auf den Spuren von Extremwetterereignissen und ihren Auswirkungen begab sich der WPU am Freitag, 21.09.18 begleitet von heftigen Sturmböen auf eine Exkursion entlang der Leine.

Dr. Steffen Möller und Dr. Tobias Reeh vom Geographischen Institut der Uni Göttingen hatten diese für die Schülerinnen und Schüler vorbereitet. Im Fokus standen Extremregenereignisse der Vergangenheit, damit verbundene Hochwasserereignisse in Göttingen sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Leinebereich.

Die Schülerinnen und Schüler konnten anhand von Hochwassergefahrenkarten für ein sogenanntes 100-jähriges Hochwasser sowie für ein noch selteneres Extremereignis gefährdete Bereiche ausmachen und so u.a. feststellen, dass im Falle eines Extremereignisses auch die Gebiete um das OHG überflutet werden könnten, dass z.B. der Südhof unter Umständen wie eine große Badewanne volllaufen würde.

Hochwassermarke von 1909 an einem Haus in der Leinestraße

Im Bereich der Eisenbahnbrücke simulierte der Kurs durch Aufstellung das Volumen der Wassermenge, die beim bislang größten Hochwasserereignis 1981 innerhalb einer Sekunde diesen Bereich zusätzlich passiert hatte.

Im Bereich der Eisenbahnbrücke

Mit Hilfe von alten Postkarten zum Hochwasser aus dem Jahr 1909 zum Vergleich (z.B. im Bereich Rosdorfer Brücke) wurde der extrem hohe Wasserstand der Leine während des Hochwassers deutlich.

Postkarte vom Hochwasser 1909 und Situation heute im direkten Vergleich

Daten von der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Geismar sowie von der Pegelmessstation an der Leine unterstreichen den Zusammenhang zwischen extremen Niederschlagsereignissen und Hochwassern, machten aber auch die Rolle von verbesserten Hochwasserschutzmaßnahmen deutlich. So gab es am 22.06.2017 die höchste jemals in Göttingen gemessenene Tagesniederschlagssumme (72,3 mm), die leicht über dem Wert vom 03.06.1981 (70,2mm) lag, anders als 1981 wirkte sich dies allerdings nicht extrem auf den Pegelstand der Leine im Stadtbereich aus. Dies hängt unter anderem mit der Einrichtung des Schöpf- und Pumpwerkes zwischen Leinekanal und Leine in unmittelbarer Nähe des OHGs im Jahr 2007 sowie mit den seit 2002 getroffenen Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Kiessees (u.a. Flüthewehr, Entlastungsbauwerk direkt am Kiessee) zusammen.

Dr. Steffen Möller erklärt die Funktion des Entlastungsbauwerkes am Kiessee

Gerade rechtzeitig vor Einsetzen des Starkregens am Mittag konnte der Kurs Schutz im Linienbus finden, der alle sicher zum OHG zurückbrachte.

 

Weitere Informationen zum Thema Hochwasser in Göttingen finden sich unter:

http://www.goest.de/hochwasser.htm

Besuch im Stadtarchiv

 

Auf den Spuren des Göttinger Klimas der Vergangenheit machten sich die Schülerinnen und Schüler des OUR COMMON FUTURE WPUs am Mittwoch Nachmittag (12.09.18) auf ins Stadtarchiv um dort Nachforschungen anzustellen.

Bevor in alten Zeitschriften, Urkunden, Akten und Briefen zum Thema Extremwetterereignisse geforscht wurde, gab es zunächst eine Einführung von Archivmitarbeiter Rolf Kohlstedt. Der Historiker erklärte den staunenden Schülerinnen und Schülern, dass zu den Archivbeständen ca. 4.500 laufende Meter Urkunden, Briefe, Amtsbücher und Akten vom 13. Jahrhundert an bis in die Gegenwart gehören und dass das Stadtarchiv außerdem eine fast vollständige Reihe aller Göttinger Zeitungen sowie bedeutende Sammlungen von studentischen Stammbüchern des 18. und 19. Jahrhunderts, Autographen, Plakaten und Karten/Plänen in seinen Archivbeständen vorzuweisen hat.

Besonders beeindruckend war die Ausgabe des Göttinger Tageblatts vom 12.09.1918.

Bei ungewöhnlicher Hitze begannen anschließend die Köpfe zu rauchen – es konnten viele interessante Fakten zu Extremwetterereignissen aus den Archivalien herausgearbeitet werden – so zum Beispiel zu extremen Niederschlagsereignissen und in deren Folge Hochwassern - in den Jahren 1909, 1940, 1976 und 1981. Weitere Recherchen, Auswertungen und Vergleiche mit Wetterdaten aus diesen Jahren stehen an.

 

 

Auftaktveranstaltung Our Common Future

(lge.)"Wird es jetzt wirklich immer heißer?" "Wird es in der Zukunft extreme Starkregen- und Hochwasserereignisse geben?" "Müssen wir häufiger mit Tornados rechnen?" "Was bedeutet das für uns in der Region Göttingen?" "Wie kann vor meiner Haustür vorgesorgt werden?"

Dies sind nur einige der möglichen Fragen, die die Schüler und Schülerinnen des WPU-Kurses Gesellschaftswissenschaften der Jahrgangsstufe 9 im aktuellen Schuljahr beschäftigen werden.

Förderung durch Robert-Bosch-Stiftung

Ihr Projekt "OHG an Zukunft – Klimawandel in Göttingen?! FORSCHERfragen" wird von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms OUR COMMON FUTURE gefördert. In der vergangenen Woche fand die Auftaktveranstaltung mit den beteiligten Wissenschaftlern statt.

Das Programm Our Common Future unterstützt Projekte, die "wissenschaftsbasierte Antworten zu Alltagsthemen wie Mobilität, Nahrung und Umwelt geben. Lehrer und Schüler sollen in gemeinsamen Projekten mit Wissenschaftlern die aktuellen Erkenntnisse der Nachhaltigkeitsforschung und konkrete Handlungsalternativen aktiv entdecken" (Robert-Bosch-Stiftung: https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/our-common-future).

Kooperationsprojekt mit dem Geographischen Institut

Die Idee zum Projekt entstand im Rahmen der Kooperation des Fachbereichs Erdkunde am OHG mit dem Geographischen Institut der Universität Göttingen. Schon in vergangenen Schuljahren hatten sich Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung von Wissenschaftlern und Studierenden des Geographischen Instituts mit aktuellen Fragen im Bereich Nachhaltigkeit befasst.

Im laufenden Schuljahr wird sich der WPU-Kurs Gesellschaftswissenschaften unter der Leitung von Tanja Lange-Erasmi (Erdkunde) und Christopher Schlienz (Geschichte, Politik) nun mit "Forscherfragen" zum Thema Klimawandel und seinen spezifischen Auswirkungen auf die Region Göttingen beschäftigen.

Ziel des Projektes ist es, dass die Herausforderungen des Klimawandels erkannt werden, das gesellschaftspolitische Bewusstsein geweckt wird und den Jugendlichen darüber hinaus die oftmals beschriebene gefühlte Ohnmacht mit Blick auf eigene Handlungsmöglichkeiten genommen wird.

Der Kurs soll zeigen, wie Klimadaten Aufschluss darüber geben, inwiefern sich das „Klimasystem Erde“ verändert, und wie solche Prognosen die Wissensgrundlage für Entscheidungen liefern, die auf kommunaler Ebene getroffen werden und die auch die Schülerinnen und Schüler selbst mit beeinflussen können.

Drei Projektphasen mit Workshops und Exkursionen

Das Projekt wird drei Arbeitsphasen umfassen, die zunächst die historische Entwicklung des Klimas, anschließend die aktuelle Klimasituation sowie schließlich mögliche zukünftige Entwicklungen in Augenschein nehmen werden.

Zu allen drei Projektphasen stehen unterrichtsbegleitend Workshops und Exkursionen an, die unter der Leitung von Dr. Tobias Reeh vom Geographischen Institut der Universtät Göttingen von Wissenschaftlern betreut werden. Mit ihrer Hilfe können Forschungsmethoden verstanden und mit Unterstützung vor Ort eingesetzt werden. Die Neuntklässler entwickeln somit nicht nur eigene Forscherfragen, sondern können Forscher (be-)fragen sowie aktuelle und zukünftige Entwicklungen forschend (hinter-) fragen.

Die Kursteilnehmer werden dramatische Hochwasserereignisse der Vergangenheit im Göttinger Raum betrachten, können mit Messgeräten der Universität eigene Daten zum aktuellen Lokalklima erheben, beschreiben, auswerten und interpretieren und schließlich eigene Anpassungs- und Vermeidungsstrategien für die Stadt Göttingen und ihren Heimatort entwickeln.

Wie kann sich mein Dorf vor Sturzfluten schützen? Brauchen wir Sandsäcke? Wo können Ausgleichsflächen entstehen? Vor welchen Herausforderungen steht der landwirtschaftliche Betrieb "um die Ecke"? sind erste konkrete Fragen, die im Kurs geäußert wurden.

Das Geographische Institut und das OHG kooperieren im Rahmen des Projekts mit dem Stadtarchiv und der Stabsstelle für Klimaschutz und Energie der Stadt Göttingen, sowie mit der Biogasanlage Krebeck-Wollbrandshausen. Weitere Exkursionen stehen u.a. zur Freilandklimastation der Abteilung Physische Geographie in Ebergötzen, zum Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (Talsperre Wendebach) sowie ins Klimahaus nach Bremerhaven an.

Wir werden berichten und es bleibt -hoffentlich!- spannend!

Our present climate

Our future climate