Austauschprogramme

Es gibt am OHG vielfältige Austauschprogramme mit Schulen in England (Gloucester), Frankreich (Pau & Tours), USA (Kennett Square, Pa), Spanien (Ontinyent, Xirivella/Valencia), Lateinamerika (Mar del Plalta/Argentinien), Polen (Gdingen) und Mongolei (Darkhan) sowie die OHG-Studienfahrt nach Indien.

Geplant ist auch, einen Austausch mit Norwegen zu beginnen - aufgrund der Coronapademie musste der Beginn jedoch verschoben werden.

Mit einem Stipendium des Bundestages in den USA - Erfahrungen aus dem Schuljahr 2021/22

Alltag in den USA - Blog (2. Teil)

Ich bin jetzt bereits seit knapp 4 Monaten in den USA und manchmal habe ich das Gefühl, dass es doch erst ein paar Wochen sind. Die Zeit verfliegt nur so, weil so viel geschieht. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Schultag und wie nervös, aber auch gleichzeitig aufgeregt ich war. Da ich bereits über Sportveranstaltungen und meine Tennismannschaft ein paar Leute kannte, habe ich mich sicherer gefühlt.

Nach ein paar Tagen kannte ich die meisten Schüler in meinen Kursen und habe meine Mittagspausen mit meinen Freunden verbracht.

Es hat jedoch ein paar Wochen, sogar Monate gedauert bis ich die Freundesgruppe gefunden habe, mit der ich glücklich bin und Spaß habe. Natürlich gibt es auch ab und zu Momente, wo ich merke, dass diese neuen Freundschaften doch nicht meine alten Freunde ersetzen können.

Grundsätzlich habe ich jeden Tag die gleichen Fächer, schreibe pro Woche um die 4 Quizze und alle 2 Wochen einen Test in jedem Fach. Es wird auf Dauer deutlich mehr Leistung verlangt, jedoch wird meine mündliche Mitarbeit nicht benotet, was anfangs etwas verwunderlich war.

Am Ende jedes Halbjahres stehen die "Finals" an, 90 Minuten Klausuren über den gesamten gelernten Stoff. Ich sehe an meiner Schule mehr Menschen in Jogginghose oder Pyjamas, als in Jeans und meine Mitschüler sind große Fans von Birkenstocks oder Crocs; egal, ob die Sonne scheint oder es schneit.

Eines meiner bisherigen Highlights war der Homecomingball, welcher Mitte September war. Meine Freunde und ich sind Kleider kaufen gegangen, waren beim Friseur und haben gemeinsam Bilder gemacht und sind essen gegangen. Erstaunlicherweise haben viele Schüler getanzt. Es sah mehr aus wie ein wildes Herumgehüpfe - aber zumindest war es nicht langweilig und niemand hat an der Seite gesessen.

Die Schulwoche davor gab es jeden Tag ein Thema zu dem man sich anziehen sollte, wir hatten ein Konzert, eine Parade und das große Homecoming-Footballspiel, welches wir glücklicherweise gewonnen haben. Für die Parade habe ich mit meiner Tennismannschaft einen Truck geschmückt und wir haben damit an der Parade teilgenommen.

Ich habe über die Herbstsaison weiterhin Tennis gespielt und hatte dementsprechend viel Training und oft Spiele am Wochenende. Ich hatte trotzdem genug Zeit, um mit meinen Freunden etwas zu unternehmen oder meiner Familie. Wir waren Golfen, Wasserski fahren, haben einen Trip nach Minneapolis gemacht, um dort das Vikingsstadium zu besichtigen, und waren Äpfel und Kürbisse sammeln. Ich bin mittlerweile ein richtiger Footballfan und man sollte hier lieber Packersfan sein, wenn man nicht zu viele Feinde haben möchte;)

Das bringt mich auch gleich zu meinem nächsten Highlight: Halloween. Es ist verrückt, wie viel Halloweendekorationen und Kürbisse ich gesehen habe - Amerikaner lieben Halloween! Ich habe mit meinen Gasteltern Halloweencookies gebacken und Kürbisse geschnitzt. An Halloween war ich mit meinen Freunden auf einer Kostümfeier und wir haben Pool gespielt. Viele meiner Freunde spielen Pool hier, etwas was ich in Deutschland nicht gesehen habe.

Wir hatten viele Familiengeburtstage über den Oktober, also auch extrem viel Kuchen! Die Familie meine Gastmutter ist aus Texas gekommen, um ein paar Wochen hier im Norden zu verbringen.

Ich habe meine monatlichen Treffen mit meiner Austauschgruppe. Wir waren schon in Madison und haben das Kapitol besichtigt, haben zusammen Freiwilligenarbeit geleistet und haben einen Ausflug zu einem See gemacht. Als Teil meines Stipendiums habe ich Präsentationen über Deutschland an meiner Schule gehalten und freiwilligen Arbeit an einem "Haunted Trail" geleistet- also kleine Kinder erschreckt…

Zusätzlich habe ich alle paar Wochen weiterbildende Onlinemeetings über die Verbindungen zwischen Deutschland und den USA.

Ich war mit meinen Freunden in einem Haunted House, auf einem Autorennen, in Restaurants und auf dem Oktoberfest. Richtig - die Menschen hier feiern das Oktoberfest, so richtig mit Paraden, Lederhosen, einem Rummel, und Brezeln. Es war an einem sonnigen Tag, vollgepackt mit Menschen, und hat total viel Spaß gemacht.

Ende Oktober haben wir anlässlich des Hochzeitstages meiner Gasteltern einen Wochenendstrip nach Door County gemacht. Door County ist eine Region nahe Green Bay im Nordosten von Wisconsin direkt am Lake Michigan, einem der Großen Seen. Wir waren viel wandern, sind durch die Touristenorte geschlendert und waren bei einem Theaterspiel. Das Tollste war eine Trolleytour in der Nacht mit Gruselgeschichten über tragische Morde in der Region.

Ich hatte um Thanksgiving 5 Tage frei, das war meine erste Pause nach den Sommerferien.

An Thanksgiving waren wir bei meiner Gastoma, es gab Truthahn mit Heidelbeeren, Maismuffins, Kartoffelbrei, gebackenes Gemüse, Mac’n Cheese und Kürbis-, Peacan-, und Apfelpie.

Hauptsächlich ging es darum, mit der Familie zusammenzukommen und gemeinsam zu essen und sich zu unterhalten. Ich hatte danach ein Friendsgiving, ich habe mit meinen Freunden zusammen gekocht und wir haben uns kleine Geschenke geschenkt. Es ist ziemlich praktisch, dass meine Freunde hier alle Auto fahren können. Wir unternehmen oft abends etwas oder holen Kaffee, auch wenn die Kaffepreise hier tierisch hoch sind!

Es wird mittlerweile sehr kalt und Mitte Dezember kam der erste richtige Schnee, wir hatten eine Schneeballschlacht, haben einen Schneemann gebaut und waren rodeln. Unseren Weihnachtsbaum haben wir schon Anfang Dezember gekauft und zusammen dekoriert. Jedes kleine Ornament meiner Gasteltern hat eine Geschichte, wie sie es bekommen haben. Traditionell bekommen Kinder jedes Jahr zu Weihnachten ein neues Ornament.

Ich war Schlittschuhe fahren, hatte viele Lagerfeuer, habe ein Lebkuchenhaus gebaut und die Basketball- und Hockeysaison hat angefangen, deshalb gehe ich mit meinen Freunden zu viele Spielen.Wir hatten eine Schulveranstaltung, wo Tanzschüler mit Athleten getanzt haben- es sah ziemlich professionell aus. In einem Park neben dem Mississippi haben wir die sogenannten „Rotary Lights“, alle Bäume sind mit bunten Lichtern geschmückt, es gibt viele Lichterstatuen und kleine Essensstände.

Ich habe dort mit meinem Spanischclub ausgeholfen und S’mores gemacht. S’mores sind Kräcker mit warmen Marshmallows und Schokolade.

Vor drei Wochen habe ich mit meinen Gasteltern einen Ausflug nach Madison gemacht, um das Collegefootballgame der Badgers zu sehen und den Campus der Universität zu besichtigen. Die Stimmung während des Spieles war unglaublich und trotz der Kälte waren Menschen im T-Shirt dort. Wir essen jeden Tag zusammen Abendbrot und haben wöchentlich unseren „Pancake Saturday“. Ich sehe hier deutlich mehr Fastfoodläden und ich muss sagen einige davon begeistern mich. Hier in Wisconsin gibt es jede Menge “Cheesecurds“, mehr oder weniger frittierter Käse, und die sind fantastisch!

Gerade stimmen wir uns auf Weihnachten ein, hören viele Weihnachtslieder und backen Plätzchen. Unser Schulchor hat ein paar Aufführen die nächsten Wochen und wir werden wieder eine Mottowoche vor unserer Winterpause haben. Wir haben ungefähr 10 Tage frei, also von Weihnachten bis Neujahr. Gestern hatten wir ein ziemlich starkes Unwetter, relativ untypisch für diese Zeit des Jahres und unser Strom is ausgefallen - aber es ging alles gut!

Ich werde in meinem nächsten Eintrag von Weihnachten, Neujahr und Ostern berichten und wünsche euch allen fröhliche Weihnachten!

Habt einen guten Rutsch und bis zum nächsten Mal!

Eure Naima:)

Von der Leine an den Mississippi - Blog (1. Teil)

Die Räder meines Flugzeuges berührten den Boden in La Crosse, die Türen öffneten sich und ich atmete tief ein - mein Abenteuer in den USA begann.

Mein Name ist Naima, ich bin am OHG. Letztes Schuljahr war ich in der 10. Klasse und habe diesen August mein Auslandsjahr in den USA begonnen. Ich lebe mit meinen Gasteltern Terence und Sabrina in Holmen, einem 10.000 Einwohnerort in Wisconsin, direkt am Mississippi.

Mein Traum von einem Jahr in den USA konnte ich mithilfe eines PPP-Stipendiums des Deutschen Bundestags verwirklichen. Das Auswahlverfahren hat bereits im September 2019 angefangen und lief vor allem online ab. Von Gruppenauswahlverfahren, über Politik- und Englischkentnisse, war vor allem deine persönliche Motivation gefragt und deine Gabe, diese zum Ausdruck zu bringen. Nach meinem Endrundengespräch mit meinem Patenabgeordneten Herrn Güntzler, habe ich im Januar 2021 meine Zusage für das Stipendium bekommen.

Die Vorbereitungen waren anstrengend, von Formularen, über Impfungen bis hin zur Beantragung eines Visums in Berlin, war immer die Sorge dabei, dass mein Auslandsjahr noch abgesagt werden könnte und wann ich meine Gastfamilie bekommen würde. Ich hatte ein einwöchiges Onlinevorbereitungsseminar, welches mich auf die Kultur, die Menschen und unser Leben hier vorbereitet hat und ich konnte viele Fragen stellen. Ich reise als eine Juniorbotschafterin in die USA ein, dementsprechend hoffe ich, ich kann viel über mein Land und dessen Politik und Kultur erzählen.

Ich habe meine Familie zwei Wochen vor meiner Ausreise kennengelernt und wir haben gleich gemerkt, dass wir vieles gemeinsam haben. Wir haben uns vor allem Mails geschrieben und geskypt. Zu meiner Gastfamilie zählen auch zwei kleine Hunde, Ivy und Dash, und wir stehen im engen Kontakt zu Eltern und Geschwistern meiner Gasteltern.

Mein Gruppenflug in die USA lief ohne große Probleme, ich hatte eine Übernachtung in Washington D.C. und bin am nächsten Tag weitergeflogen. Über diese zwei Tage hatte ich zwar wenig Schlaf, musste in Minneapolis 9 Stunden auf meinen Anschlussflug warten und zwischendurch war mein Koffer weg - aber es hat sich gelohnt!

Mein Jetlag hat sich in Grenzen gehalten und ich habe mich vom ersten Moment an in meinem neuen Zuhause wohlgefühlt. Ich habe ein Zimmer für mich allein, ebenso wie ein Bad und von Essgewohnheiten bis über Humor und Filmgeschmack, passen meine Gasteltern und ich perfekt zusammen. Ich habe ein paar Aufgaben im Haushalt und gehe ab und zu mit den Hunden spazieren, ansonsten habe ich aber keine überfordernden Pflichten.

Falls ich mich aber mal an eine Vertrauensperson außerhalb meiner Gastfamilie wenden möchte, gibt es meine Local Coordinatorin, Linda. Ich habe sie bereits getroffen und im Laufe des Jahres werde ich immer mit ihr im Kontakt bleiben. Sprachlich komme ich bestens zurecht, wenn man ein bisschen aufgeschlossen ist und es einem nicht peinlich ist Fehler zu machen oder nach Worten zu fragen, findet man sehr schnell in die Sprache.

Ich bin kurz nach meiner Ankunft dem Tennisteam meiner Schule beigetreten und habe sofort gemerkt, dass der Schulsport hier einen deutlich höheren Stellenwert hat. Wir trainieren täglich 2 Stunden und haben Matchdays, die den ganzen Tag dauern. Zusätzlich war es eine Chance Menschen kennenzulernen, bevor die Schule beginnt.

Ich habe regelmäßigen Kontakt zu Freuden und Familie in Deutschland, deshalb hatte ich bisher auch kein schreckliches Heimweh. Ich halte mich dabei eher weniger an Empfehlungen, wie oft ich wen anrufen sollte, sondern mache das in dem Abstand, in dem ich mich wohl fühle.

Meine Gasteltern haben viel mit mir unternommen, wir waren auf einer 20er-Jahre Kostümfeier, waren Paintball spielen, ich habe Freunde auf Footballspielen gefunden und war klettern, Wasserski fahren und habe Bootstouren gemacht. Es ist toll direkt am Mississippi zu wohnen! Es hat ein bisschen gedauert bis ich Menschen in meinen Alter kennengelernt habe und es ist eine kleine Herausforderung, die richtigen Freunde zu finden.

Die Mitschüler, die ich bereits kennengelernt habe, waren freundlich und sind auf mich zugegangen. Ich habe mich sofort aufgenommen gefühlt. Ich gehe nicht auf die Schule in Holmen, sondern auf die Schule in der nächst größeren Stadt. Wie auch in Deutschland, beginne am 1.9. meine Schule, aber der Schulalltag ist deutlich länger. Ich werde jeden Tag nach meinem Training um 17.30 Uhr zu Hause sein.

Typisch amerikanisch hören meine Freunde hier hauptsächlich Countrymusik, die mir langsam zu gefallen beginnt… ansonsten gehen wir viel spazieren und wandern und ich werde jedes Mal von den Moskitos attackiert. Meine Nachbarn mähen jeden Tag den Rasen und die Vorfreude auf den Homecomingball beginnt zu wachsen, denn nach dem Prom, ist Homecoming wohl das aufregendste Highlight im ganzen Schuljahr.

Ich bin schon aufgeregt, wie ich mich in den amerikanischen Schulalltag einleben werde und ich noch mehr von der Kultur miterleben kann. In den nächsten Wochen kommen neben dem Homecomingball, Feiertage wie Halloween und Thanksgiving auf mich zu, über die ich hier in meinem nächsten Blogeintrag berichten werde.

Ich freue mich, meine Erlebnisse mit allen interessierten Menschen zu teilen und einen kleinen Einblick in mein Leben bieten zu können.

Bis zum nächsten Mal:)

Naima

Den nächsten Beitrag nach Halloween findet ihr auf der unter "Aktivitäten und Projekte" - Austauschprogramme - USA

England

Sir Thomas Rich's, High School for Boys", Gloucester

Denmark Road, High School for Girls, Gloucester

Alljährlich fahren Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen in den Westen Englands, um dort für etwa acht Tage in den Familien der englischen Schülerinnen und Schüler zu wohnen und die Gastfreundschaft, aber auch die Eigenarten des englischen Alltagslebens kennenzulernen.

Neben dem regulären Schulbesuch wird das Programm erweitert durch Ausflüge nach London, Bristol, Bath und zu anderen Sehenswürdigkeiten in der näheren und weiteren Umgebung.

Dieser Austausch besteht seit über 40 Jahren - und wie er gut über die schwierigen Zeiten kommt, lesen Sie hier unter Gloucester exchange goes virtual.

Frankreich

Collège Marguerite de Navarre (Pau) und Saint-Pierre-des-Corps bei (Tours)

Mit der Partnerschule aus Pau bestehen seit Jahrzehnten Jahren regelmäßige Kontakte. Jedes Jahr kommt eine Schülergruppe aus Pau im Frühjahr, der Gegenbesuch findet im Herbst statt. Beteiligt sind die 9. Klassen.

Seit 2018 findet ein einwöchiger Austausch mit dem Vorort Saint-Pierre-des-Corps von Tours über den 1. Mai statt. Mit einem Miniprojekt erkunden wir ein Loire-Schloss wie Ambois oder Blois und endecken das historische Zentrum von Tours. Ihr werdet das Futuroscope – ein Art virtueller Heidepark- kennenlernen und Zeit für Unternehmungen mit der französischen Familie haben.

Die französischen Austauschpartner kommen im Mai, um das Eichsfeld zu erkunden und mit euch eine „nachhaltige“ Führung durch die Autostadt und das Outlet zu machen. Der Austausch ist vorgesehen für die Jahrgänge 9 und 10 und ggf. für den Französichanfängerkurs 3. Fremdsprache.

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Indivdualaustausch für drei Monate in Jahrgang 11 in Frankreich zu machen. Wir helfen dir bei der Suche nach einem Austauschpartner - wende dich einfach an deine Französischlehrerin.

Spanien und Lateinamerika

Instituto Ramón Montaner, Xirivella (Vorort von Valencia), Gruppenaustausch

Seit Oktober 2019 organisieren wir den einwöchigen Austausch mit der spanischen Schule Ramón Montaner in Xirivella, einem Stadtteil von Valencia und fahren mit einer Gruppe von ca. zwanzig 8. - 9.Klässlern/innen dorthin. Die Schule bietet zwar das Fach Deutsch nicht an, dafür sind unsere Schüler/innen mit ihren spanischen – aber auch englischen – Sprachkenntnissen gefordert. Am Instituto Ramón Montaner werden die Unterrichtsfächer überwiegend auf Spanisch aber manche auch auf valenzianisch angeboten. Die dortigen Schüler gestalten regelmäßig das Programm eines lokalen Radiosenders im eigenen Radioatelier. Unsere Schüler wohnen alle im Stadtteil Xirivella und kommen häufig zu Fuß zur Schule.

Die gemütlichen Treffen am Abend im Park und beim späten Abendessen in den Familien bieten zahlreiche Sprechanlässe. In Valencia, die Stadt der Fallas, der Kunst, der Wissenschaft und auch der Gärten (Jardines Reales) und Strände, schauen wir uns die alten Stadttore (Torres de Quart), die Plaza de la Reina und die Plaza Redonda an. Wir steigen auf den Turm Santa Catalina und genießen neben den großen Glocken die Aussicht auf die Altstadt. Am Wochenende unternehmen die Schüler mit ihren Gastfamilien Fahrten in die Umgebung, besuchen ein Fußball-/Basketballspiel oder die berühmten Bauwerke des Architekten Santiago Calatrava. Unter der Woche fahren wir nach Peñíscola, einer vom Meer von beiden Seiten umspülten Halbinsel mit einer alten Burg, und genießen danach, selbst im November, noch ein kurzes Bad im Meer. Anschließend erleben wir die unterirdischen St. Josephs Höhlen im Naturpark Sierra de Espadán und kehren am Abend vom Licht und Sound unter der Erde wie verzaubert zurück. 

Instituto Juan Gutenberg in Mar del Plata, Argentinien (3 Monate Individualaustausch) 

Seit Februar 2012 haben wir die Partnerschule in Mar del Plata, deren Schüler/innen in ihren Sommerferien (Dez – Feb) für 3 Monate nach Deutschland fahren, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und ihr Sprachdiplom möglichst gut abzuschneiden. Unsere deutschen Gastgeschwister können in demselben Jahr kurz vor den deutschen Sommerferien bis zu den Herbstferien dann ihren Gegenbesuch im argentinischen Winter/Frühjahr abstatten. In der Privatschule Instituto Juan Gutenberg wird das Fach Deutsch ab dem Kindergarten bis zum Abitur unterrichtet. Zu Beginn ihres Aufenthalts in Mar del Plata bekommen die deutschen 10-Klässler/innen einen einwöchigen Einführungskurs, in dem sie die argentinische Kultur und die Besonderheiten des argentinischen Spanisch vorgestellt bekommen. 

Die Kosten für den Flug/die Versicherung und Taschengeld übernehmen die leiblichen Eltern und für Unterkunft/Verpflegung/Ausflüge etc sorgen die jeweiligen Gastfamilien.  Die sehr warmherzigen und behütenden Gastfamilien reisen manchmal und auch gerne mit ihren deutschen Kindern von Buenos Aires bis zu den Iguazú Wasserfällen, einige auch bis nach Patagonien oder zu Verwandten in die Pampa. Kein Wunder, dass nach dieser Erfahrung unsere Schüler unbedingt nochmal nach Mar del Plata reisen wollen.

Colegio Pureza de Maria in Ontinyent, (6 - 8 Wochen Individualaustausch)

Im Mai 2014 begann unser Schüleraustausch mit dem von Nonnen geführten Colegio PUREZA DE MARÍA in Ontinyent (in der Nähe von Valencia und Alicante). Da die spanische Schule wesentlich kleiner ist als das OHG, können leider z.Zt keine Gruppenaustauschfahrten mehr stattfinden. Dafür dürfen jedes Jahr 2-3 Schüler/innen des 9. oder 10. Jahrgangs für 6 - 8 Wochen vor Ostern nach Ontinyent fahren und ihre Gastgeschwister nach den Sommerferien mindestens genauso lange hier in Göttingen willkommen heißen.

Die Kosten für den Flug/die Versicherung und Taschengeld übernehmen die leiblichen Eltern und für Unterkunft/Verpflegung/Ausflüge etc sorgen die jeweiligen Gastfamilien. Die Vermittlung der Gastfamilien geschieht über die jeweiligen Fachobleute am OHG und in der Pureza de María in Ontinyent. In vielen Fällen ist es nicht bei diesem einen Besuch geblieben, weil die Familien sich auch kennenlernen wollten, nachdem ihre Kinder von der anderen Kultur, dem Familienleben und den Erfahrungen in der Schule geschwärmt haben. 

USA

Unionville High School, Kennett Square, PA

Seit vielen Jahren besteht die Partnerschaft mit der Unionville High School in Kennett Square Alle zwei Jahre fahren die OHG-Schülerinnen und Schüler nach Kennett Square an die traditionsreiche Ostküste und begrüßen ihre amerikanischen Austauschschüler ein halbes Jahr später.

Während des 3-wöchigen Aufenthaltes lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die sprichwörtliche Gastfreundschaft in den Familien kennen, erfahren wie sich das Leben in den Vereinigten Staaten von dem Alltag unterscheidet, sondern machen auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, u.a. in die Großstädte Washington, Philadelphia und New York.

Italien

Rom für die Lateiner

Zwar ist dies kein "echter" Austausch (wir haben leider keine Zeitreisemaschine, um in die Antike zu fahren), aber ebenso ein Highlight des Sprachunterrichts: die Romfahrt der Latein-Abschlussklasse.

Für eine Woche tauchen wir ein in die Stadt, die seit über 2000 Jahren die Menschen aus aller Welt fasziniert, mit den Zeugnissen der alten Zeit genauso wie mit den Schönheiten der folgenden Jahrhunderte und den Genüssen der Gegenwart.

Indien

Indien – das Land der Gegensätze: Einerseits aufstrebende Weltmacht mit eigenem Raumfahrtprogramm, bedeutender IT-Industrie, schnell wachsenden Megacities und bald das bevölkerungsreichstes Land der Welt. Andererseits ein Land alter Kulturen und Religionen, dessen Bevölkerungsmehrheit noch in Dörfern lebt und oft mit einfachsten Mitteln Landwirtschaft betreibt; ein Land, in dem viele Menschen Armut und Diskriminierung erleiden, in dem viele Kinder arbeiten müssen, anstatt zur Schule zu gehen.

Seit bereits 20 Jahren haben Schülerinnen und Schüler vom OHG die Gelegenheit, sowohl den kulturellen Schatz Indiens als auch die vielfältigen Lebenssituationen und Probleme seiner Bewohner kennen zu lernen und hautnah mitzuerleben. Nach einem fächerübergreifenden Vorbereitungsseminar begeben sich alle zwei Jahre ausgewählte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 mit erfahrenen Lehrkräften auf eine ca. dreiwöchige Studienfahrt in den Norden des Landes. Hier besuchen sie verschiedene soziale Projektpartner wie zum Beispiel das Tilonia-Barefoot-College in Rajasthan, eine berühmte indische Initiative zur Entwicklung des ländlichen Raumes, oder das Laxmi-Ashram im Himalaya, eine Heimstätte für Mädchen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Die Schülerinnen und Schüler vom OHG nehmen jeweils für mehrere Tage am Leben der Einheimischen teil. Im Vorfeld wurden für diese und andere Institutionen Spenden gesammelt oder erarbeitet, die direkt übergeben werden und deren unmittelbare Wirksamkeit völlig klar wird.

Natürlich werden neben den sozialen Projekten auch die berühmten Sehenswürdigkeiten in Jaipur („Pink City“), Pushkar (Wallfahrtsort), Agra (Taj Mahal) und Delhi besichtigt. Auch das Reiten auf Elefanten und eine kleine Kamelsafari gehören aus Schülersicht immer wieder zu den Highlights.

Mongolei

Schule 19 in Darkhan

Ein unendlich weiter blauer Himmel, eine idyllische Steppenlandschaft, ein sich endlos schlängelnder Fluss, riesigen Tierherden aus Schafen oder Pferden, Nomaden in Jurten, buddhistische Klöster – all dies können unsere Schülerinnen und Schüler beim alle zwei Jahre stattfindenden Mongolei-Austausch erleben. Doch der seit 2012 bestehende Austausch für die 9. und 10. Klassen mit der Schule 19 in Darkhan, der zweitgrößten Stadt der Mongolei, bietet noch viel mehr. Wenn unsere Schülerinnen und Schüler über mehrere Wochen sowohl hier in Deutschland als auch in der Mongolei mit mongolischen Jugendlichen zusammenleben, können sie die Kultur und die Eigenart von Menschen, die unter ganz anderen Bedingungen aufwachsen, intensiv kennenlernen.

Die Mongolei ist allerdings nicht nur ein Land der Steppenromantik, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Menschen in einem aufstrebenden Entwicklungsland versuchen, traditionelle Lebensweisen mit den Folgen der Industrialisierung zusammen zu bringen. Diese Spannung ist während des Austausches immer wieder spürbar, wenn Beobachtungen in Deutschland mit jenen in der Mongolei, die zum Beispiel mit völlig anderen geografischen und infrastrukturellen Gegebenheiten zurechtkommen muss, verglichen werden.

Deshalb wird der Austausch über ein Schuljahr durch einen Wahlpflichtkurs "Mongolei" begleitet, in dem sich die Schülerinnen und Schüler mit Geographie, Geschichte, Politik und Religion der Mongolei beschäftigen, aber auch naturwissenschaftliche Experimente zur Gewässergütebestimmung kennen lernen. Dabei besuchen uns die mongolischen Schülerinnen und Schüler der Schule 19 mit ihren Deutschlehrerinnen nach den Osterferien für zwei Wochen in Göttingen, nach den Sommerferien reisen unsere Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen in die Mongolei. Die Unterbringung erfolgt in den jeweiligen Gastfamilien. Neben mehreren Exkursionen und gemeinsamen Unternehmungen – wie beispielsweise einer Betriebsbesichtigung der Göttinger "Eiswiese" oder einer Übernachtung in der mongolischen Steppe – wird der Austausch abgerundet durch einen Wochenendausflug nach Hamburg sowie einige Tage Aufenthalt in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. Unser umfassendes und erlebnisreiches Programm ist nicht zuletzt deshalb möglich, da das Projekt seit etlichen Jahren durch den Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) gefördert wird.

Polen

II. Liceum Ogolnoksztalcace im. Adama Mickiewicza in Gdynia/Gdingen

Warum immer nur nach Westen, Süden oder gar auf andere Kontinente blicken? Spannende Begegnungen brauchen keine weiten Reisen. Deutsche und Polen verbindet nicht nur eine gemeinsame Grenze, sondern auch eine gemeinsame, wenn auch nicht immer einfache Geschichte.

Unter diesem Aspekt startete das Otto-Hahn-Gymnasium 2007 eine Partnerschaft mit dem 46. Lyzeum in Warschau. Dabei entdeckten wir u.a. die Geschichte Warschaus und besuchten gemeinsam das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek bei Lublin.

Eine Besonderheit bei diesem Austausch stellt das Begegnungsseminar im Gesamteuropäischen Studienwerk in Vlotho dar (www.gesw.de), bei dem sich die Schülerinnen und Schüler beider Länder während eines dreitägigen Seminars zu gemeinsamen Themen kennenlernen und finden.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 setzen wir den Polen-Austausch mit dem II. Liceum Ogolnoksztalcace im. Adama Mickiewicza in Gdynia/Gdingen (in der Nähe von Danzig) fort.

Unterstützt und gefördert wird dieser Austausch vom Deutsch-Polnischen-Jugendwerk DPJW.

Norwegen

Norwegenaustausch mit der Videregående skole in Ås

Geplant ist ein Austausch mit aktiver Sprachzeit in Englisch und einem gründlichen Einblick in die norwegische Kultur.

Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen fahren im Oktober in die Nähe Oslos, um dort für etwa neun Tage in den Familien der norwegischen Schülerinnen und Schüler zu wohnen und die Gastfreundschaft, aber auch die norwegische Kultur kennenzulernen. Die norwegischen Gäste besuchen uns dann im April des folgenden Jahres.

Neben dem regulären Schulbesuch wird das Programm erweitert durch Ausflüge nach Oslo, Dröbak, der NMBU (Norwegens Naturwissenschaftlicher Universität) und zu anderen Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung, sowie gemeinsame sportliche Aktivitäten.